Krea­ti­vi­tät sei 10% Inspi­ra­ti­on und 90% Tran­spi­ra­ti­on, hat mal Tho­mas Edi­son behaup­tet – stimmt auch unge­fähr. Herr Edi­son konn­te zwar alles mög­li­che, aber als Tech­ni­scher Redak­teur ist er nicht bekannt. Ob sich die­se Spe­zi­es also zu den Krea­ti­ven zäh­len darf, liegt im Ermes­sen des Ein­zel­nen. Denn eigent­lich sind Tech­ni­sche Redak­teu­re so ziem­lich die letz­ten, die man zu den „Krea­tiv­be­ru­fen“ zäh­len wür­de. 

Den­noch sind auch Tech­ni­sche Redak­teu­re oft gezwun­gen, Pro­ble­me krea­tiv zu lösen. Das kann gera­de bei der Visua­li­sie­rung tech­ni­scher Pro­zes­se eine gewis­se Her­aus­for­de­rung sein, sind sie doch gewohnt, in Tex­ten und Tabel­len zu den­ken. Vor allem text­re­du­zier­te Anlei­tun­gen, bei denen der Schwer­punkt auf der sinn­vol­len und in sich geschlos­se­nen Hand­lungs­fol­ge mit mög­lichst wenig Text­an­teil liegt, erfor­dern ein gewis­ses Umden­ken: für man­chen Redak­teur ist es der Wech­sel von Papy­rus auf Höh­len­ma­le­rei. Ein Bei­spiel, dass es trotz allem auch für Tech­ni­sche Redak­teu­re mög­lich ist, Infor­ma­tio­nen bild­lich dar­zu­stel­len, soll nach­fol­gend vor­ge­stellt wer­den – ein­schließ­lich der Schrit­te und Über­le­gun­gen, der Werk­zeu­ge und Beschrän­kun­gen, die damit zusam­men­hän­gen.

Stel­len Sie sich vor, es müss­ten bis zu 15 auf­ein­an­der­fol­gen­de Hand­lungs­schrit­te zur Mon­ta­ge oder Demon­ta­ge eines Geräts in einer ein­zi­gen Zeich­nung unter­ge­bracht wer­den. Auf der nächs­ten Sei­te folgt dann die nächs­te Hand­lungs­fol­ge mit ande­ren Bau­tei­len und Schrit­ten. Das geht solan­ge, bis das Gerät in mehr als 200 Ein­zel­tei­le und Bau­grup­pen zer­legt wird, die dann anschlie­ßend jeweils aus­ein­an­der­ge­nom­men und wie­der zusam­men­ge­baut wer­den. Die Schritt-für-Schritt-Anlei­tung ist Teil einer Schu­lungs­un­ter­la­ge, die Ser­vice­tech­ni­ker unter­stüt­zen soll, das Gerät kom­plett zu zer­le­gen, defek­te Bau­tei­le zu iden­ti­fi­zie­ren und zu bestel­len (die jeweils rele­van­ten Ersatz­teil­zeich­nun­gen und Bestell­num­mern wer­den auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te jeder Hand­lungs­fol­ge abge­bil­det). Dies ergibt zum Schluss ein Doku­ment, dass der Benut­zer auf­ge­klappt vor sich lie­gen hat und auf einen Blick alle Bau­tei­le, Hand­lungs­schrit­te und Infor­ma­tio­nen erhält – ein­schließ­lich Sicher­heits­hin­wei­sen und Zusatz­in­for­ma­tio­nen.

Foto der Hardcopy
So sieht eine Sei­te der Quell­da­tei aus mit Ide­en und Anfor­de­run­gen, die zu berück­sich­ti­gen sind.

Ausgangsbasis

Was man braucht:

  1. Eine Zusam­men­stel­lung und gro­be Auf­tei­lung mit zahl­rei­chen hand­schrift­li­chen Ein­tra­gun­gen als Hard­co­py
  2. Das Gerät selbst, um die hand­schrift­li­chen Ein­tra­gun­gen nach­voll­zie­hen zu kön­nen
  3. Das CAD-Modell ohne die zusätz­lich benö­tig­ten Model­le der Werk­zeu­ge

Überlegungen

Bevor man sich auf die Aus­ar­bei­tung stürzt, gilt es noch die Fak­to­ren zu beden­ken, die vor allem für den Ablauf des Erstel­lungs­pro­zes­ses wich­tig sind:

  • Wer kom­mu­ni­ziert mit wem?1
  • Wie wird kom­mu­ni­ziert (E-Mail, Tele­fon, Chat, …)? Die bei­den Erst­ge­nann­ten kom­men hier sehr schnell an ihre Gren­zen, denn es wird eiser­ne Dis­zi­plin benö­tigt, an alle gege­be­nen­falls Betrof­fe­nen eine E-Mail zu schi­cken und alle ande­ren ins CC auf­zu­neh­men.2
  • Wie funk­tio­niert die Daten­or­ga­ni­sa­ti­on? Wie wer­den die ein­zel­nen Gra­fi­ken ange­legt, damit sie schnell ange­passt wer­den kön­nen und mög­lichst auf wie­der­ver­wend­ba­re Bau­stei­ne zurück­grei­fen kön­nen?

Vorbereitungen und Setup

Zusätz­lich zu den oben genann­ten Punk­ten müs­sen noch die hand­werk­li­chen Aspek­te gelöst wer­den, denn jede Gra­fik, die ange­legt wird, muss für spä­te­re Kor­rek­tu­ren leicht anpass­bar sein. Das beginnt schon mit der schlich­ten Fra­ge nach der Grö­ße: wel­ches Maß sol­len die Bil­der bekom­men?

Skizze des Templates zur festlegung des Platzbedarfs auf der Seite
So sieht die Skiz­ze für das Lay­out aus. Das hilft bei der Fest­le­gung der Beschrän­kun­gen.

Als Basis dient natür­lich das Lay­out für die Aus­ga­be: A4 quer. Das Bild kommt nach links, der Text mit knapp bemes­se­nen Hand­lungs­schrit­ten nach rechts. Wegen der hand­li­chen Teil­bar­keit für die zusätz­li­chen „Insets“ – also die klei­nen Bild­chen im gro­ßen Haupt­bild – ist ein Maß von 12 cm x 12 cm über­aus prak­tisch, da dadurch die Insets pro­blem­los viel­sei­ti­ge Pro­por­tio­nen besit­zen kön­nen: ob 3×3 oder 4×3 oder 3×4 oder 12×6 – die Pro­por­tio­nen blei­ben erhal­ten. Dar­über hin­aus kön­nen die Zeich­nungs­ob­jek­te sehr ein­fach aus­ge­rich­tet wer­den.

Für die Aus­ga­be (hier als PNG) lässt sich in aktu­el­len Pro­gramm­ver­sio­nen von Illus­tra­tor CC eine Ein­stel­lung tref­fen, die alle Aus­ga­be­schrit­te zusam­men­fasst (Anga­be des Ziel­ord­ners, der Auf­lö­sung, des Datei­for­ma­tes und des Datei­na­mens) und damit stan­dar­di­sier­te Bil­der erzeugt.

Damit stand das Tem­pla­te fest. Größ­ten­teils.

Denn man­che Bil­der zeig­ten die Mon­ta­ge und Demon­ta­ge eines Bau­teils auf unter­schied­li­chen Sei­ten, ande­re auf einer Sei­te. Das bedeu­tet, dass der Leser optisch Mon­ta­ge und Demon­ta­ge auf einer Sei­te aus­ein­an­der­hal­ten kön­nen muss und dafür dann auch die ent­spre­chen­den Pik­to­gram­me benö­tigt, die noch ange­legt wer­den müs­sen – eben­so wie die den Hin­weis, ein Bau­teil (z.B. Schrau­be) vor dem Ein­bau zu schmie­ren oder einen Trop­fen Kle­ber anzu­brin­gen. Auch dazu braucht es Pik­to­gram­me. Und natür­lich noch die Fest­le­gun­gen tri­via­ler Art: wel­che Far­ben wer­den benutzt, wie wer­den Tei­le her­vor­ge­ho­ben, wie wer­den Tei­le ange­deu­tet, die ver­deckt sind, aber auf die ver­wie­sen wer­den muss, wie zeigt man Bewe­gun­gen – das ist All­tag für den Illus­tra­tor, aber muss vor­ab geklärt sein, um nicht spät im Pro­jekt vom Ände­rungs­auf­wand erschla­gen zu wer­den.

Die Pik­to­gram­me und die unter­schied­li­chen Num­me­rie­rungs­for­ma­te (es müs­sen Hand­lungs­schrit­te und Bau­teil­num­mern unter­schie­den wer­den kön­nen) wer­den als „Biblio­thek“ in Ado­be Illus­tra­tor vor­be­rei­tet und kön­nen dann ein­fach auf die Zeich­nung gescho­ben wer­den. Am zweck­mä­ßigs­ten legt man sich die Biblio­thek in den aktu­el­len Pro­gramm­ver­sio­nen in der „Ado­be Crea­ti­ve Cloud“ an, um sie direkt aus der Palet­te in die Gra­fi­ken zie­hen zu kön­nen (sie­he auch Ado­be Crea­ti­ve Cloud: Ab in die Wol­ken)

Darstellung der Piktogramme
Pik­to­gram­me für Montage/​Demontage, Hin­weis und War­nung, Schmier­mit­tel und Kle­ber, unter­schied­li­che Num­me­rie­rungs­for­ma­te für Hand­lungs­schrit­te, Ersatz­tei­le und Ein­zel­hei­ten sowie den Prüf­pro­zess – alles muss rein.

Auf der ande­ren Sei­te steht aber ein kom­ple­xes CAD-Modell, das eben­falls vor­be­rei­tet wer­den muss: die Hand­lungs­fol­gen wer­den im Pro­gramm „Visu­al Enter­pri­se Aut­hor“ als Port­fo­lio ange­legt und die ein­zel­nen Bau­teil­an­sich­ten dar­in unter­ge­bracht. Es ent­steht daher für das Modell eine eige­ne Ansichts-Biblio­thek, die immer ein Bau­teil zeigt und am Ende der Hand­lungs­fol­ge die Bau­tei­le, die dann noch übrig sind. Die­se Ansich­ten wer­den dann für die Bild­mon­ta­ge als Vek­tor­gra­fik expor­tiert („aus­ge­lei­tet“) und kön­nen dann mit dem eigent­li­chen Gra­fik­pro­gramm nach­be­ar­bei­tet (Strich­stär­ke, -far­be) und  ange­ord­net wer­den. Der Ein­fach­heit hal­ber emp­fiehlt es sich, hier mit iso­me­tri­schen Ansich­ten zu arbei­ten, damit die fast unver­meid­li­chen „Extras“ wie zu grob kon­stru­ier­te Ellip­sen3 spä­ter noch im Gra­fik­pro­gramm kor­ri­giert wer­den kön­nen.

Kommunikation und Datenaustausch

Und noch etwas gilt es zu klä­ren, bevor die ers­te Gra­fik den Rech­ner ver­lässt: die Kom­mu­ni­ka­ti­on. Denn es han­delt sich hier zwar nur um eine Schu­lungs­un­ter­la­ge, aber um etwa 200 Bil­der mit Insets, die ein­zeln auf ihre Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit kon­trol­liert wer­den müs­sen. Erst alle Gra­fi­ken zu erstel­len, wäre hier die gefähr­lichs­te Vor­ge­hens­wei­se, denn damit wer­den kon­zep­tio­nel­le Schwä­chen (wenn bei­spiels­wei­se nicht alle Infor­ma­tio­nen auf einer Sei­te unter­ge­bracht wer­den kön­nen) zu spät erkannt. Also müs­sen alle Betei­lig­ten dem Redak­teur mög­lichst „über die Schul­ter schau­en“ und sehr früh – am bes­ten bereits nach jedem Bild – ein­ge­bun­den wer­den kön­nen. Pro Bild und Ite­ra­ti­ons­stu­fe eine E-Mail an alle und dann Ant­wor­ten sam­meln?

Unmög­lich.

Was bei Rück­fra­gen an ein­zel­nen Teil­neh­mer noch mach­bar wäre (ich schi­cke den Screen­shot, Du malst rein), geht hier nicht mehr. Die Lösung lau­tet „Drop­box“ (sie­he auch Die Drop­box-Office: Let’s work toge­ther 2.0).

Screenshot Dropbox mit Grafik
Eine Gra­fik und ihre Kom­men­ta­re in der Drop­box. Alle Betei­lig­ten wer­den bei Ant­wor­ten und Kom­men­ta­ren sofort benach­rich­tigt – ent­we­der im Brow­ser­fens­ter oder über die ent­spre­chen­de Funk­ti­on des Betriebs­sys­tems.

Neu erstell­te Gra­fi­ken (in die­sem Fall hoch­auf­lö­sen­de PNG mit 300 ppi für die Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on per Bea­mer und als Druck) wer­den ein­fach in das Brow­ser­fens­ter des Bil­der­ord­ners gezo­gen und kön­nen sowohl kom­men­tiert wer­den als auch mit Kom­men­ta­ren direkt im Bild mar­kiert wer­den. Bei klei­nen Ände­run­gen ver­kürzt sich dadurch der gesam­te Kor­rek­tur­pro­zess auf weni­ge Minu­ten pro Bild.

Planung und Durchführung

Und damit kom­men wir zur hand­werk­li­chen Fra­ge: wie fül­len wir die Sei­ten? Wie ver­tei­len wir Zeich­nungs­ob­jek­te, damit noch Platz bleibt für die klei­nen Insets – und wie­vie­le pas­sen über­haupt hin­ein, bevor der Leser völ­lig die Über­sicht ver­liert? Wie stellt der Leser einen Bezug her zwi­schen der Haupt­zeich­nung und dem Inset, das sich nur auf weni­ge Bau­tei­le bezieht? Mit ande­ren Wor­ten: Wie liest man ein Bild?

Um die­se Fra­ge anzu­ge­hen, emp­fiehlt sich ein Scribb­le, das dar­über hin­aus den Vor­teil hat, dass man sich inten­siv mit dem Quell­ma­te­ri­al beschäf­tigt, der Fra­ge, wie und aus wel­cher Per­spek­ti­ve die Objek­te dar­ge­stellt wer­den sol­len – und natür­lich, wie­viel Platz man für Insets benö­tigt.

So sieht die Skiz­ze (Scribb­le) für die oben abge­bil­de­te Sei­te aus – aller­dings mit Infor­ma­tio­nen, die sowohl die Demon­ta­ge als auch die Mon­ta­ge der Bau­tei­le betref­fen. Weil nicht alles auf eine Sei­te passt, muss halt noch eine Sei­te ein­ge­fügt wer­den, was mit Pen­ul­ti­ma­te kein Pro­blem ist.

Frei­hand­zeich­nun­gen (Scribbles) sind näm­lich ein sehr pro­ba­tes Mit­tel, um über­haupt Über­sicht zu gewin­nen über die Objek­te und ihre Anord­nung auf der „Lein­wand“. So wie auch ein Maler nicht ein­fach mit dem Ölpin­sel zu malen beginnt, son­dern einen Ent­wurf aus sei­nem Skiz­zen­buch als Vor­la­ge benutzt, lässt sich das auch als Tech­ni­scher Redak­teur hand­ha­ben. Prak­ti­scher­wei­se kann man dazu sowohl ein ech­tes Skiz­zen­buch ver­wen­den (sie­he Wenn die Muse küsst), man kann aber auch ein digi­ta­les Hilfs­mit­tel wie ein Tablet benut­zen (mit digi­ta­lem Stift). Das digi­ta­le Medi­um hat den Vor­teil, dass die Ent­wür­fe auto­ma­tisch archi­viert und sor­tiert wer­den. Für die­ses Pro­jekt ist „Pen­ul­ti­ma­te“ zum Ein­satz gekom­men, dass sich in Kom­bi­na­ti­on mit Ever­no­te ganz her­vor­ra­gend eig­net, alle pro­jekt­re­le­van­ten Infor­ma­tio­nen abzu­le­gen, wie bei­spiels­wei­se E-Mails, Screen­shots und Noti­zen.

Screenshot Evernote
Das ent­spre­chen­de Notiz­buch in Ever­no­te mit allen Scribbles und Noti­zen

Rand­no­tiz: Ähn­lich wie in der Drop­box lie­ße sich auch hier noch eine „Mit­le­se- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Funk­ti­on“ ein­bau­en, die bei­spiels­wei­se das Mit­le­sen und Kom­men­tie­ren für die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on (unter Kol­le­gen) erleich­tert. Der Auf­trag­ge­ber muss das nicht sehen – außer natür­lich, man benutzt Ever­no­te für die „ande­re“ Hälf­te des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­ses – also den, der noch über E-Mail statt­fin­det.4

Sind die Scribbles ange­legt und die Ansich­ten des CAD-Modells vor­han­den, beginnt die eigent­li­che Umset­zung mit dem Gra­fik­pro­gramm. Bis jetzt ist aber schon ver­mut­lich ein gutes Drit­tel des gesam­ten Stun­den­bud­gets auf­ge­braucht – ohne dass der Auf­trag­ge­ber ein Bild sieht. In die­ser kri­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pha­se emp­fiehlt es sich, zum einen mit einem kla­ren Fahr­plan zu arbei­ten und Zuver­läs­sig­keit zu demons­trie­ren („Bis Mon­tag erhal­ten Sie die ers­ten Gra­fi­ken in der Drop­box!“), als auch mit der Bereit­schaft und Dis­zi­plin, ein oder zwei Wochen­en­den zu opfern, um auf­kom­men­de Panik zu ver­mei­den.

An die­ser Stel­le ist jedes Lebens­zei­chen per E-Mail und die Ver­mitt­lung einer effek­ti­ven und effi­zi­en­ten Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on pures Gold wert: Jede Kom­mu­ni­ka­ti­on ist bes­ser als kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on.5

Ab hier folgt Hand­werk und Tran­spi­ra­ti­on:

  • Gra­fi­ken aus­lei­ten aus dem CAD-Modell
  • Objek­te anpas­sen an die Design­vor­ga­ben (Strich­stär­ke, Far­ben etc.)
  • Objek­te auf dem Tem­pla­te anle­gen und Raumach­sen defi­nie­ren
  • Ebe­nen anle­gen für Pro­zes­se, die zusam­men­ge­hö­ren (bei­spiels­wei­se soll­ten Demon­ta­ge, Mon­ta­ge und die ent­spre­chen­den Ersatz­teil­zeich­nun­gen einer Hand­lungs­fol­ge in einer Datei ange­legt wer­den, deren Ebe­nen sich pas­send ein- und aus­blen­den las­sen)
  • Aus­ga­be, kur­ze visu­el­le Kon­trol­le, Upload und ggf. Nach­richt

Natür­lich tau­chen noch wäh­rend der Gra­fi­ker­stel­lung Ände­run­gen auf, die man berück­sich­ti­gen muss – mal ent­fällt ein Inset, mal muss ein wei­te­res Inset hin­zu, was dazu führt, dass man die ein­zel­nen Zeich­nungs­ob­jek­te auf den betrof­fe­nen Ebe­nen ver­schie­ben muss, aber das ist rela­tiv über­schau­bar, wenn die Pla­nung und Vor­be­rei­tung gut war.

Tja, und das war’s dann auch schon.

Und weil es so schön war, folgt noch das fina­le Bild der anfangs gezeig­ten Dar­stel­lung der Sei­te.


  1. Für Pro­jekt­ma­na­ger: das sind so genann­te „Sta­ke­hol­der“, also die Per­so­nen, die zu irgend­ei­nem Zeit­punkt des gesam­ten Pro­zes­ses betei­ligt sind (Pro­dukt­lei­ter, Ver­triebs­lei­ter, Über­set­zer, …) und ent­schei­dend zum Ge- oder Miss­lin­gen bei­tra­gen. 

  2. Bei man­chen „Sta­ke­hol­dern“ quillt dann schnell das Post­fach über und die wich­ti­ge Anfra­ge geht unter oder wird zu spät gese­hen. 

  3. In Kon­struk­ti­ons­pro­gram­men wer­den Kör­per nur aus Poly­go­nen zusam­men­ge­setzt, deren Grö­ße und Anzahl die Genau­ig­keit der Kur­ve bestimmt. Bei Rund­tei­len und unre­gel­mä­ßig geform­ten Kör­pern wie Kunst­stoff­ele­men­ten kann das mit­un­ter zu sehr ecki­gen Dar­stel­lun­gen füh­ren. 

  4. Die­ser Teil das wird in Deutsch­land auf­grund der ver­erb­ten Tech­nik­skep­sis und all­ge­mei­ner Ableh­nung moder­ner Echt­zeit­kom­mu­ni­ka­ti­on erst in ein paar Jah­ren umsetz­bar sein. 

  5. Der Auf­trag­ge­ber muss über die Unter­la­gen hin­aus pla­nen: die Schu­lungs­lei­ter vor­be­rei­ten, Ter­mi­ne und Räu­me orga­ni­sie­ren, gege­be­nen­falls Über­set­zun­gen ansto­ßen – der braucht Ter­mi­ne, mit denen er arbei­ten kann.