Als der der­zei­ti­ge Vor­stands­vor­sit­zen­de der Sie­mens AG der US-ame­ri­ka­ni­schen Zei­tung The Atlan­tic ein Inter­view gab, äußer­te er sich auch zum The­ma der wirt­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit zwi­schen der USA und Deutschland.

Vor allem die beab­sich­tig­te (oder zumin­dest groß­mäu­lig ankün­dig­te) Ein­füh­rung von Han­dels­hemm­nis­sen durch die ame­ri­ka­ni­sche Regie­rung ist ja in Deutsch­land als Export­na­ti­on auf wenig Begeis­te­rung gesto­ßen – immer­hin leben wir als Land recht gut davon, unse­re Pro­duk­te an die Län­der ver­kau­fen zu kön­nen, die kei­ne so gut aus­ge­bau­te Indus­trie besit­zen.1

We’d have to do a lot of exporting to have as many Mer­ce­des on Fifth Ave­nue as iPho­nes in Ger­ma­ny,” the chief exe­cu­ti­ve of Sie­mens, the Ger­man indus­tri­al behe­moth, told Trump.

Er spiel­te dar­auf an, dass Deutsch­land zwar eine Men­ge Autos mehr in die USA ver­kauft als umge­kehrt, die­se aber vor allem im Bereich der digi­ta­len Indus­trie (Gerä­te und Dienst­leis­tun­gen) natür­lich weit vor­aus sind.

Bemer­kens­wert fin­de ich an die­ser Gegen­über­stel­lung, dass sie von einem Sie­men­sia­ner kommt: 1996 hat­te die Fir­ma Sie­mens das Ange­bot aus­ge­schla­gen, in das Geschäft mit Com­pu­tern ein­zu­stei­gen. Die Geschäfts­lei­tung einer fast bank­rot­ten ame­ri­ka­ni­schen Fir­ma soll damals sogar nach Mün­chen geflo­gen sein, um über einen ver­gleichs­wei­se güns­ti­gen Preis zu ver­han­deln. Er war aber Sie­mens noch zu hoch.

Die Ver­tre­ter der Fir­ma flo­gen mit lee­ren Hän­den zurück.

Es war Apple.

Der Rest ist Geschichte…


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  1. Den star­ken Ein­fluss auf die eige­ne Poli­tik muss man hier nicht erwäh­nen – von nix kommt nix…