WordPress ist für Menschen, die im Internet eigene Inhalte verteilen statt anderer Menschen Inhalte zu kommentieren, der Hammer unter den Werkzeugen: man kann es für so ziemlich alle Inhalte benutzen. 

Die Vorteile: das WebCMS (und ein solches ist WordPress) ist kostenlos, benötigt nur einen beliebigen Server für die Skripte und die Datenbank und eine Domain, ist kinderleicht einzurichten und garantiert ohne Werbeeinblendungen. Und vor allem: es ist sehr leicht zu bedienen.

Als einziger echter Nachteil gilt, dass man sich um die Inhalte selbst kümmern muss. Mit anderen Worten: sollte die eigene intellektuelle Kapazität nicht über 140 Zeichen hinausreichen, ist WordPress wie Perlen vor die Säue geworfen.1

WordPress ist vom Prinzip her ein Werkzeug zum Bloggen, was bedeutet, dass die neuesten Beiträge unabhängig vom Inhalt immer an der obersten Stelle der Startseite landen. Man kann WordPress auch traditionell wie eine klassische Website mit festen Seiten aufziehen – oft wird auch beides gemischt, wodurch sich die Seite dann beispielsweise auch für ein Onlinhilfesystem eignet – aber das ist ein eigenes Thema…

Ältere Beiträge verschwinden dadurch nach und nach aus den Augen, wenn sie nicht gezielt verlinkt werden oder anhand ihrer Metadaten herausgefischt werden. Das heißt aber auch, dass neue Beiträge eigentlich regelmäßig nachgelegt werden sollten. Es gibt fast nichts uninteressanteres und abschreckenderes im Netz wie ein ungepflegtes Blog.

App

Schreiben fast wie bei einer E-Mail

Damit die Pflege allerdings nicht schwer fällt, verfügt WordPress neben der „normalen“ Betankung per Browser-Oberfläche über eine eigenständige App, die fast an die Funktionalität des Browsers heranreicht.

Veröffentlichte Beiträge

Die App, erhältlich für iOS oder für Android, wird nach dem Download mit dem WordPress-Account verbunden – es können auch mehrere Accounts sein – und unterstützt den Benutzer neben dem Schreiben auch bei der Verwaltung der Beiträge.

Die Beiträge werden dazu vom Server geladen und auch dort wieder gespeichert (während des Schreibens empfiehlt es sich, den Status „Entwurf“ zu nutzen), so dass einerseits auch das Smartphone oder Tablet online sein muss, andererseits aber Änderungen sofort „live“ zur Verfügung stehen.

Kombiniert mit der eingebauten Kamera ergibt sich damit eine sehr handliche und vor allem schnelle Lösung für Texter, die ihre Entwürfe konzipieren und zusammenstellen – oder sogar veröffentlichen – können, egal ob sie auf einen Anschlussflug warten oder im Café eine gute Story entwickeln.

Für die Fälle, in denen auch gerade kein Internetanschluss erreichbar ist, empfehlen sich Apps wie „Blogo“, die die Artikel auf dem Gerät (oder wie Blogo auch in Evernote) zwischenspeichern.

Egal, wo Sie sind als Blogger: es immer gut, den Hammer dabei zu haben.

PS: Dieser Beitrag wurde komplett auf dem Smartphone geschrieben.


  1. Gottlob kommen die meisten Menschen locker mit mehr zurecht.