Zuge­ge­ben, Tech­ni­sche Redak­teu­re zäh­len nicht zur Krea­tiv­bran­che im enge­ren Sinn. Was aber nicht viel hei­ßen muss, denn vie­le Auf­ga­ben in der Doku­men­ta­ti­on set­zen ein hohes Maß an krea­ti­vem Pro­blem­lö­sungs­ver­mö­gen vor­aus.

Nun küsst die Muse nie auf Bestel­lung. Manch­mal tüf­telt man an einem schein­bar tri­via­len Pro­blem tage­lang her­um, dann plötz­lich über­fällt einen die Lösung auf dem Heim­weg oder beim Ein­kau­fen. Oder sonst­wo, wo gera­de kein Rech­ner zur Hand ist.

Im Gegen­teil, gera­de vor dem Rech­ner fällt einem am wenigs­ten ein, denn ein Com­pu­ter ist kein Hilfs­mit­tel für das, was den Men­schen von der Maschi­ne unter­schei­det: Asso­zia­ti­on und Phan­ta­sie. Das aber brau­chen wir für Fra­ge­stel­lun­gen, die nach einem neu­en Ansatz ver­lan­gen. Man muss sogar Abstand zum Pro­blem gewin­nen, um den Blick­win­kel zu wech­seln oder einen neu­en Lösungs­weg aus­zu­pro­bie­ren. Das geht meist nicht am Com­pu­ter (der dafür ja auch nicht gebaut wur­de).

Zunächst muss die Idee irgend­wo­hin, wenn sie im Kopf zu wenig Platz hat. Ich benut­ze dafür eine Klad­de, die immer in Griff­wei­te ist. Ob Bespre­chun­gen oder Kon­zep­tio­nen, ich „schrei­be“ (das klingt bei mei­ner Sau­klaue etwas euphe­mis­tisch) oder bes­ser noch „male“ alles hin­ein. Damit ist es aus dem Kopf her­aus. Damit es aber nun nicht auf dem Papier bleibt, muss es digi­tal ver­ewigt wer­den.

Hier machen sich Pro­gram­me und Apps wie One­Note oder Ever­no­te bezahlt. Die­se spei­chern alles, was man in sie ein­trägt und sor­gen dafür, dass die Infor­ma­tio­nen spä­ter geord­net und ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen.

Um die Infor­ma­tio­nen aber vom Papier in eine App wie Ever­no­te zu bekom­men, eig­net sich die Kame­ra eines Smart­pho­nes ganz her­vor­ra­gend, denn sie kann nicht nur Urlaubs­mo­men­te fest­hal­ten, son­dern auch scan­nen. Wenn man jetzt eine hand­li­che App wie „Scann­ab­le“ bei der Auf­nah­me benutzt, ist der Weg ganz ein­fach zurück­ge­legt:

  1. Idee auf­ma­len.
  2. Smart­pho­ne zücken und Scann­ab­le star­ten.
  3. Sei­te foto­gra­fie­ren. Die App macht dar­aus einen Schwarz-Weiß-Scan und kor­ri­giert auto­ma­tisch die Ver­zer­rung, die durch die mög­li­cher­wei­se schrä­ge Kame­ra­hal­tung ent­stan­den ist.
  4. Bild als PDF an Ever­no­te schi­cken und gege­be­nen­falls ein Notiz­buch (Ord­ner) zuwei­sen.1
  5. Jetzt nur noch Ever­no­te auf dem Com­pu­ter star­ten. Die Daten wer­den auto­ma­tisch syn­chro­ni­siert und lie­gen nach weni­gen Sekun­den da, wo sie hin­ge­hö­ren.

Jetzt klap­pe ich das Notiz­buch zu und kann den Com­pu­ter wie­der zu sei­nem Recht kom­men las­sen: Der macht jetzt die Aus­ar­bei­tung.

Ein Musen­kuss ist doch was Fei­nes!


  1. Ever­no­te erlaubt es, sich die Infor­ma­tio­nen in „Notiz­bü­chern“ anzu­le­gen, die von Scann­ab­le erkannt wer­den.