Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung gibt es immer noch Insti­tu­tio­nen und Ein­rich­tun­gen, die auf Papier als Nach­weis nicht glau­ben ver­zich­ten zu kön­nen. Finanz­äm­ter bei­spiels­wei­se. Behör­den, die sogar E-Mails aus­dru­cken und abheften.

Das ist zwar oft nicht ratio­nal begründ­bar, stellt aber den Besit­zer eines gedruck­ten Doku­ments vor die Fra­ge, wie man die Inhal­ten dupli­ziert, ohne die Ori­gi­na­le zu verschicken.

Klar, man kann zum Copy­shop gehen und sei­ne Lohn­steu­er­kar­te zehn­mal kopie­ren las­sen – nur sicher­heits­hal­ber. Dann hat man gege­be­nen­falls von sei­nen Lohn­steu­er­kar­ten der letz­ten Jah­re und Jahr­zehn­te immer eine Kopie, die man der Ren­ten­ver­si­che­rung und sons­ti­gen Behör­den schi­cken kann, wenn sie nach einem hal­ben Jahr­hun­dert fest­stel­len, dass der Anspruch nicht lücken­los ist oder mal wie­der Unter­la­gen ver­schwun­den sind.
Damit türmt man aber Papier zu Hau­se auf, dass man nicht nur archi­vie­ren muss, son­dern auch wie­der­fin­den, wenn es denn mal gebraucht wird.

Sehr läs­tig. Und archaisch.

Ein­fa­cher ist da Scan­nen. Daher haben bis vor weni­gen Jah­ren auch nam­haf­te Unter­neh­men ver­sucht, Scan­ner an den Mann und die Frau zu brin­gen, man­che erfolg­reich, man­che weni­ger. Inzwi­schen wer­den Scan­ner nur noch als Bei­werk gelie­fert und mit einem Dru­cker und Fax­ge­rät kom­bi­niert.1

Dafür gibts ne App

Nun muss es nicht mehr ein klo­bi­ger Scan­ner sein, denn dafür haben moder­ne Smart­pho­nes eine sehr gute Kame­ra, die sich auch zum Scan­nen nut­zen lässt. Und die­se Bil­der müs­sen dann nur per App wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den. Denn dafür gibt es Apps. Und zwar eine sehr gute: Scan­ner Pro von Read­die ist so ein Werk­zeug, das jeden Cent (für 3.99 € im App Store) in Gold aufwiegt.

Die App selbst lässt sich nach der Instal­la­ti­on mit einem Pass­wort­schutz ver­se­hen (oder per Touch ID absi­chern) und kann mit einem Cloud-Account ver­bun­den wer­den, damit die gescann­ten Datei­en nicht im eige­nen Ord­ner auf dem Smart­pho­ne lie­gen blei­ben.2
Am bes­ten eig­nen sich dazu ent­we­der die iCloud, oder aber die Drop­box. Wäh­rend die iCloud für iPho­nes auto­ma­tisch instal­liert ist, muss man sich die Drop­box-App erst auf dem Smart­pho­ne instal­lie­ren. Drop­box hat den Vor­teil, dass sich damit auch Daten aus­tau­schen las­sen mit den Smart­pho­ne-Usern, die kein iPho­ne neue­ren Datums besitzen.

Mit wenigen Schritten perfekte Scans erzeugen


Und dann ist es mal wie­der einfach:

  1. Für gute Licht­ver­hält­nis­se sor­gen (Tages­licht genügt).
  2. Objekt flach auf einen Unter­grund legen, der einen hohen Kon­trast zum Doku­ment besitzt.
  3. Scan­ner Pro star­ten und Bild­mo­dus wäh­len (Farb­bild, Grau­stu­fen­bild, Schwarz-Weiß-Bild).
  4. iPho­ne über das Objekt hal­ten. Scan­ner Pro fin­det auf­grund des Kon­trasts die Umris­se des Doku­ments und erstellt ein Bild. Falls ein­ge­stellt, ver­sucht sich Scan­ner Pro gleich an einer OCR (Zei­chen­er­ken­nung) und legt eine digi­tal durch­such­ba­re PDF ab.
  5. Scan­er­geb­nis bestä­ti­gen und Scan speichern.
  6. Gege­be­nen­falls umbenennen.
  7. Jetzt muss man nur noch wäh­len, wohin man den Scan schi­cken möch­te. Dazu muss man Scan­ner Pro mit den ent­spre­chen­den Cloud-Ser­vern ver­bin­den und den Upload starten.

Die letz­ten Schrit­te las­sen sich sogar als Sta­pel­ver­ar­bei­tung auto­ma­ti­sie­ren, so dass die App die Datei­ben­en­nung und den Upload auto­ma­tisch vornimmt.

Fazit

Für Mit­bür­ger, die nicht ihren Brot­er­werb mit dem Ein­scan­nen von Doku­men­ten bestrei­ten müs­sen, ist die App der schnells­te, bequems­te und sichers­te Weg zu erst­klas­si­gen digi­ta­len Kopi­en. Prä­di­kat Unbe­dingt empfehlenswert!

Bild­quel­le: http://is2.mzstatic.com


  1. Was ja auch kor­rekt ist, denn es han­delt sich in allen drei Fäl­len um Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­duk­te des letz­ten Jahr­tau­sends. 

  2. Man kann sie zwar über iTu­nes her­aus­ho­len, aber das ist recht unele­gant und ver­langt einen ange­schlos­se­nen Rech­ner.