Es gibt alle mög­li­chen Arten von Spam. Ganz per­fi­de ist die der Trick, Leu­ten, die auf Arbeits­su­che sind oder ger­ne ein paar Euro dazu ver­die­nen möch­ten, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Das macht man aller­dings nicht mehr mit dem berühm­ten Geschäfts­mann aus Liby­en oder irgend­wo aus Afri­ka, der mal schnell 10 Mil­lio­nen Dol­lar par­ken möch­te und dafür die Kon­to­num­mer des Ange­schrie­be­nen benö­tigt.1
Man macht das mit Arbeits­an­ge­bo­ten wie dem Folgenden:

Screenshot 2016-03-12 08.58.24

Ich habe mal die Feh­ler mar­kiert, an denen man die Qua­li­tät des poten­zi­el­len Arbeit­ge­bers erken­nen kann (abge­se­hen davon, dass ein „Finanz­un­ter­neh­men“ kei­ne GMX-Adres­se benutzt).

  • Man „erhält“ Mit­tel, man „kriegt“ sie nicht.
  • Man hat kei­nen „Job“, son­dern eine „Tätig­keit“. Es han­delt sich schließ­lich um ein „Finanz­un­ter­neh­men“.
  • Wie auch immer man dazu steht, es heißt „EU“, nicht „Eu“.
  • Com­pu­ter Kennt­nis­se“ schreibt man zusammen.
  • Auf einen Dop­pel­punkt folgt Inhalt. Der fehlt hier.

Es gibt noch mehr sol­cher Stel­len in einem Text, in dem dem Emp­fän­ger bei 32h/​Monat immer­hin 20% von 3900 Euro, also 780 Euro ange­bo­ten wer­den.2
Das ist eine Masche, um Men­schen aus­zu­nut­zen, die im Deutsch­un­ter­richt nicht auf­ge­passt haben.
Soll kei­ner sagen kön­nen, er sei nicht gewarnt worden …


  1. Wer dar­auf her­ein­fällt, gehört eigent­lich auch bestraft, denn kein Mensch, der ille­gal Geld ver­ste­cken will, macht das per nach­weis­ba­rer Finanz­trans­ak­ti­on. 

  2. 780 Euro bei 32 Stun­den macht einen Stun­den­lohn von 24,40 Euro.