Heu­te haben wir noch ein­mal Äpfel geern­tet und unse­re Aus­beu­te für die­ses Jahr damit auf 150 Liter hoch­ge­schraubt. Das ist zwar noch weit von den 200 Litern vom letz­ten Jahr ent­fernt, aber es reicht zumin­dest für die nächs­ten Mona­te durch die kal­te Jah­res­zeit.1
Denn es wird ab jetzt kalt, und dar­über kön­nen auch ein paar son­ni­ge Tage in den kom­men­den Wochen nicht hinwegtäuschen.

Pas­send zum Herbst viel­leicht an die­ser Stel­le noch ein paar Zei­len eines bekann­ten Gedichts von Rai­ner Maria Ril­ke, den ich sehr schätze:

Herbst­tag

Herr: es ist Zeit.  Der Som­mer war sehr groß.
Leg dei­nen Schat­ten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Flu­ren lass die Win­de los.

Befiehl  den letz­ten Früch­ten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei süd­li­che­re Tage,
Drän­ge sie zur Voll­endung hin und jage
Die letz­te Süße in den schwe­ren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich kei­nes mehr.
Wer jetzt allein ist,  wird es lan­ge bleiben,
Wird wachen, lesen, lan­ge Brie­fe schreiben
Und wird in den Alle­en hin und her
Unru­hig wan­dern,  wenn die Blät­ter treiben.
– via www.gedichte.levrai.de


  1. Sehr zu emp­feh­len ist ein Glas die­ses Safts, wenn man ihn kurz ange­wärmt hat – er ver­treibt trü­be Stim­mun­gen sofort.