G-7-Gip­fel: Von Poli­zis­ten beglei­tet star­ten Demons­tran­ten Gar­misch-Par­ten­kir­chen zu einem Stern­marsch Rich­tung Elmau. (Foto: dpa, Quel­le: SZ.de)

(Mün­chen) Die füh­ren­den Poli­ti­ker der G7-Staa­ten lachen sich ins Fäust­chen. Wie aus gut unter­rich­te­ten Krei­sen zu erfah­ren war, hat es eines immensen Auf­wands bei der Vor­be­rei­tung und media­len Steue­rung bedurft, um einen Gip­fel in Elmau zu insze­nie­ren, auf dem die Dop­pel­gän­ger der Poli­ti­ker ein paar Tage die ange­reis­ten Demons­tran­ten und Repor­ter beschäf­ti­gen. „Ein­fach war es nicht“, so Hubert Tab­bert (Name von der Redak­ti­on geän­dert), „aber es hat sich augen­schein­lich gelohnt.“ Immer­hin habe man nicht nur die Poli­zis­ten im Unkla­ren las­sen müs­sen, auch muss­te für jeden Poli­ti­ker ein Dop­pel­gän­ger gefun­den wer­den. „Am Schwie­rigs­ten war es bei den Poli­ti­kern, deren Regie­run­gen häu­fi­ger wech­seln. Die Suche nach einem Dop­pel­gän­ger dau­ert ja mit­un­ter Jah­re, und dann das Trai­ning – wenn dann der Pre­mier aus­ge­tauscht wird, müs­sen wir wie­der von vor­ne anfangen!“
Eini­ges Kopf­zer­bre­chen berei­te­te auch die Rol­le von Frau Mer­kel. Das läge aber nicht dar­an, dass die Regie­rung häu­fig wech­selt, son­dern dass „[…] Frau Mer­kel bis­lang so gut wie jeder mir bekann­ten deut­schen Regie­rung vor­ge­stan­den hat und dem­entspre­chend vor allem in Deutsch­land bekannt ist. […]“, so Tab­bert achselzuckend.
„Wir hät­ten den Gip­fel ja lie­ber in Athen statt­fin­den las­sen, wo das Gesicht von Frau Mer­kel nur aus Kari­ka­tu­ren bekannt ist und uns mehr Frei­hei­ten gelas­sen hät­te. Lei­der ist Grie­chen­land immer noch nicht ein G7-Land.“ Aber mit dem Ergeb­nis ist Tab­bert trotz­dem zufrie­den: „Die Pres­se kriegt Bil­der, die Demons­tran­ten ihre Platt­form und Elmau ein biss­chen Publicity!“