Für die Kon­fi­gu­ra­ti­on des Inhalts­ver­zeichnnis­ses in InDe­sign bie­tet das Pro­gramm zahl­lo­se Mög­lich­kei­ten: Mit Sei­ten­zah­len, ohne Sei­ten­zah­len, Sei­ten­zah­len davor und dahin­ter, eige­nes Zei­chen­for­mat usw. Alles da. Fast. Schon mal ein Inhalts­ver­zeich­nis nur mit Sei­ten­zah­len benö­tigt? Oder ein dop­pel­tes Inhalts­ver­zeich­nis: der Text in einem und die Sei­ten­zah­len in einem ande­ren? Nein? Geht aber. Hier steht wie.

Die Anfor­de­rung ist: Ein Doku­ment besteht aus meh­re­ren Dop­pel­sei­ten in unter­schiel­di­chen Spra­chen. Sagen wir mal 15, um es ein­fach zu machen. Dazu ein Deck­blatt, auf dem die Titel der Doku­men­te (bei­spiels­wei­se „War­tung“) in allen Spra­chen zu fin­den sind, denn alle Dop­pel­sei­ten sol­len hin­ter­ein­an­der in einem Doku­ment ste­hen mit fort­lau­fen­der Sei­ten­zahl.

Whopper numero uno

Erschwe­rend steht im Text aber nir­gends „War­tung“ (oder eine Über­set­zung davon). Das soll aber vor­ne drauf ste­hen (und in 14 wei­te­ren Spra­chen). Und jetzt?

  1. Doku­ment in der Quell­spra­che öff­nen und einen neu­en Absatz­stil anle­gen (wei­ße Schrift in 1 pt Grö­ße ist pri­ma). Das soll man nicht sehen.
  2. Irgend­wo am Rand einen Text­rah­men auf­zie­hen, den Begriff für das Deck­blatt hin­ein­schrei­ben und ent­spre­chend mit dem neu­en Absatz­stil for­ma­tie­ren. Die­ser Begriff wird bei der Über­set­zung des Doku­ments in die ent­spre­chen­den Spra­chen auto­ma­tisch mit­über­setzt. Das soll so sein.
  3. Jetzt auf die Titel­sei­te ein ein neu­es Inhalts­ver­zeich­nis plat­zie­ren, das sei­ne Inhal­te aus eben die­sem neu­en Absatz­stil über­nimmt. Sei­ten­zah­len brau­chen wir nicht.
  4. Das Inhalts­ver­zeich­nis mehr­spal­tig anle­gen (es han­delt sich ja nur um ein Wort, das hat kei­ne gro­ße Lauf­wei­te). Fer­tig.
  5. Buch anle­gen und das Doku­ment mit der Quell­spra­che sowie das Deck­blatt ein­fü­gen.
InDesign-TOC-2015-05-08-1
So sieht die Ein­stel­lung für das Inhalts­ver­zeich­nis aus, das auf einen Text ver­weist, den es eigent­lich nicht gibt.

Da bei der Aktua­li­sie­rung alle Doku­men­te des Buchs berück­sich­tigt wer­den sol­len, müs­sen jetzt nur noch die über­setz­ten Doku­men­te ins Buch auf­ge­nom­men und das Inhalt­ver­zeich­nis aktua­li­siert wer­den. Die­ses war der ers­te Streich. Und der zwei­te folgt sogleich (auf der nächs­ten Sei­te)..