Vor­rats­hal­tung ist nicht nur dem Men­schen eigen: wir wer­den heu­te noch damit beschäf­tigt sein, die rest­li­chen Äpfel zu Saft zu ver­ar­bei­ten, um bis zum Früh­jahr genü­gend Saft zu haben. Aller­dings ist das kein beson­de­res Spe­zi­fi­kum des Men­schen. Auch unse­re Tie­re legen Lager an – allen vor­an unse­re Mäu­se. Derer haben wir zahl­reich, denn neben der Gara­ge, die wie die Ein­fahrt auf Kies gesetzt ist, wächst ein gro­ßer Hasel­nuss-Strauch, den ich vor acht Jah­ren dort gepflanzt hat­te. Er lie­fert nicht nur uns Nüs­se, son­dern auch den Mäu­sen, die es sich unter der Gara­ge und auch unter den Stein­plat­ten der Ein­fahrt behag­lich gemacht haben.

Da wir kein Auto besit­zen, ist es auch rela­tiv ruhig dort, so dass die Mäu­se unter den Plat­ten ihre Vor­rats­la­ger haben. Lei­der gra­ben sie dazu auch den Kies weg – was dazu führt, dass die Plat­ten sacken.

Heu­te habe ich den Vie­chern gezeigt, wie man rich­tig Stol­len baut. Das kann man als Nord­rhein-West­fa­ler näm­lich genau­so gut wie die Hamas oder der Viet­cong. Stol­len muss man gegen Ein­sturz sichern. Daher habe ich die gesack­ten Plat­ten nicht ein­fach abge­nom­men und den Hohl­raum wie­der mit Kies gefüllt, denn das hin­dert die Mäu­se nicht dar­an, den Kies wie­der weg­zu­brin­gen (und ich habe das Thea­ter nächs­tes Jahr wie­der), son­dern ich habe die Plat­ten mit Fluss­kie­seln an den Ecken unter­füt­tert (so wie man frü­her Flie­sen ver­leg­te) und wie­der eingesetzt.

Jetzt haben wir bei­de etwas davon: die Maus hat ihren Hohl­raum für das Lager und ich habe eine ebe­ne Gara­gen­ein­fahrt, bei der man sich nicht den Knö­chel verstaucht.