Allent­hal­ben bekla­gen Buch­lieb­ha­ber den Unter­gang des gedruck­ten Werks und den unauf­halt­sa­men Auf­stieg der elek­tro­ni­schen Bücher. Damit ein­her geht auch das Ster­ben klas­si­scher Ver­la­ge, die immer mehr Kun­den an Inter­net-Groß­händ­ler wie Ama­zon ver­lie­ren.
Dass das aber durch­aus nicht an den gebun­de­nen Aus­ga­ben, son­dern an der Rück­stän­dig­keit der Ver­la­ge liegt, habe ich gera­de erlebt: Ein Sach­buch zu einem Online-The­ma (sic!) wird vom Ver­lag nur als gebun­de­ne Aus­ga­be ange­bo­ten. Ich hät­te aber ger­ne die elek­tro­ni­sche Ver­si­on, da ich mein Geld nicht mit Blät­tern ver­die­ne. Also habe ich dem Ver­lag — Olden­bourg hier aus Mün­chen — eine E-Mail geschickt mit der ein­fa­chen Bit­te, mir zu sagen, ob es eine Online-Ver­si­on aus ihrem Hau­se gibt. Ich will ja dem Her­stel­ler selbst eine Chan­ce geben.
Aber — quod erat expec­tan­dum — ich war­te seit drei Wochen auf eine Ant­wort. Ja wenn das so ist, dann wird wohl bald der nächs­te Ver­lag plei­te sein. Sel­ber schuld. Denn bei dem Ser­vice hält sich kei­ne Fir­ma lan­ge mehr am Leben. Da ist das 21. Jahr­hun­dert ziem­lich uner­bitt­lich.