Es gibt da mal wie­der ein tra­di­ti­ons­rei­ches deut­sches Elek­tro­nik­un­ter­neh­men aus Fran­ken (war­um haben die da eigent­lich alle ihre Nie­der­las­sun­gen? Weil die Gewer­be­steu­er nied­rig ist und die Lohn­kos­ten?), das kurz vor der Plei­te steht und des­halb Insol­venz bean­tragt. Soll bedeu­ten, dass man sei­nen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen nicht mehr nach­kom­men kann, also die Ban­ken für das ver­lie­he­ne Geld kei­ne Zin­sen sehen.

Das könn­te ja ein Vor­gang sein, wie er häu­fig vor­kommt. Und auch, dass sich in letz­ter Minu­te alle noch­mals auf­raf­fen (war­um eigent­lich immer so spät?), den Laden wie­der zum Lau­fen zu bekom­men. Nicht wegen der Ange­stell­ten, die in einer struk­tur­schwa­chen Regi­on ihre Arbeits­plät­ze ver­lie­ren, son­dern damit die Zin­sen wie­der bezahlt wer­den kön­nen. Die Gläu­bi­ger schrei­ben qua­si an.

Und damit auch jeder sieht, dass man es ernst meint, holt man sich einen neu­en Mana­ger, der sicher auch genug Durch­set­zungs­ver­mö­gen hat, eben­je­ne Tat zu voll­brin­gen. Da es sich aber um ein tra­di­ti­ons­rei­ches Unter­neh­men han­delt, wird das auch in den Medi­en ver­folgt. Und die haben nun nichts ande­res zu tun, als dar­auf zu ver­wei­sen, dass jener Mana­ger frü­her mal bei Apple gear­bei­tet hat – damals, als die Fir­ma bei­na­he plei­te war und kurz vor der Insol­venz stand. Was bit­te schön, hat die beruf­li­che Lauf­bahn bei Apple mit sei­ner Qua­li­fi­ka­ti­on zu tun? Weil er ein Zeit­zeu­ge des ver­stor­be­nen Mit­be­grün­ders war? Was hat Apple damit zu tun? Da arbei­ten auch kei­ne Hei­li­gen, son­dern Men­schen, die Feh­ler machen kön­nen. War­um wird der Fir­men­na­me von Apple mit Loewe in Ver­bin­dung gebracht? Kom­men die Wun­der­hei­ler von dort? Lernt man das in Cup­er­ti­no, Kali­for­ni­en?

Oder geht es nur dar­um, bei Goog­le Klick­zah­len zu errei­chen, weil Apple im Alpha­bet vor Loewe kommt?