Ein kur­zer Arti­kel zum hoch­ge­koch­tes­ten Phä­no­men bei der Ent­wick­lung im Markt der Com­pu­ter: Es wur­den 2010 mehr „Smart­pho­nes“ ver­kauft als Com­pu­ter (100 Mil­lio­nen zu 95 Mil­lio­nen). Dabei bin ich über die bei­den fol­gen­den Zei­len gestol­pert:

Der Markt­an­teil von Apple sta­gniert seit ein­ein­halb Jah­ren bei 16 Pro­zent, was Apple aber reicht, um etwa die Hälf­te des Gewinns am Han­dy­markt zu erzie­len.

Umge­kehrt heißt das ja, dass sich 74% der durch­aus gro­ßen Unter­neh­men mit der ande­ren Hälf­te begnü­gen müs­sen. Was machen die falsch?

Der zwei­te Satz zum The­ma der Tablet-Com­pu­ter lau­tet:

Noch hat Apple gut 80 Pro­zent des Mark­tes inne, wird die­sen Vor­sprung in die­sem Jahr aber schnell ver­lie­ren.

Gemeint ist hier natür­lich das iPad.

Inter­es­sant wird das erst, wenn man das gegen­über­stellt: bei den Smart­pho­nes kann man mit einem Sechs­tel Markt­an­teil die Hälf­te des Rahms abschöp­fen. Bei den Tablets hat Apple der­zeit noch 80% Markt­an­teil und droht ihn zu ver­lie­ren. Wenn sie aber dort in ein paar Jah­ren auch „nur“ ein Sechs­tel Markt­an­teil haben soll­ten, und trotz­dem 50% Gewinn abgrei­fen, dann ist an dem Geschäfts­mo­dell der Kon­kur­renz irgend­et­was ober­faul.

-> Könn­te es sein, dass Markt­an­tei­le nur was für Loo­ser sind?