Pro­vo­kant, aber mei­ne Rede seit vie­len Jah­ren:

Die Bereit­schaft zur Eigen­ver­ant­wor­tung, der Mut, etwas zu wagen und dabei viel­leicht zu schei­tern, hat noch kei­ne Kon­junk­tur in Deutsch­land. Die Deut­schen mit ihrer Beamten­tra­di­ti­on, mit ihren Brü­chen in der Geschich­te, sie zögern und zau­dern. (SZ online)

Ich weiß nicht, ob es das hier jemals gibt. Wir trau­en uns nicht zu, Ver­ant­wor­tung für unser Leben zu über­neh­men. Dabei ist es ganz ein­fach — und so schwer: Man muss sich nur selbst ver­trau­en.

Was aber machen wir? Erfin­den immer neue Grün­de dafür, war­um etwas nicht gehen kann. Wir lügen uns per­ma­nent an und ver­schie­ben auf den Sankt-Nim­mer­leins­tag. Das ist ja das Selt­sa­me: es gibt immer Tau­send Grün­de, etwas zu unter­las­sen. Das brin­gen wir schon unse­ren Kin­dern bei: „Set­ze Dei­ne Zie­le so hoch, dass Du sie nie errei­chen kannst!“ Und in Wirk­lich­keit blei­ben wir weit unter unse­ren Poten­zia­len.

Bevor wir hier den A… hoch­krie­gen, pin­keln wir lie­ber ins Bett.

So — genug gegran­telt.