April­scher­ze kennt jeder, aber ken­nen Sie den schon:

Es gibt Taten und Täter, für die eine Haft­stra­fe zu viel und eine Geld­stra­fe zu wenig ist. Ein befris­te­tes Fahr­ver­bot ist deut­lich spür­bar, weil es die in unse­rer Gesell­schaft so wich­ti­ge Bewe­gungs­frei­heit ein­schränkt und dadurch auch eine Art Frei­heits­ent­zug dar­stellt.“

so Herr Buse­mann, der­zeit Jus­tiz­mi­nis­ter in Nie­der­sach­sen (schreibt tagesschau.de)

Also fas­se ich mal zusam­men:

  1. Ein Auto und des­sen Ent­zug wird mit dem Besitz und Ent­zug von Geld gleich­ge­setzt.
  2. Der Ent­zug des Lap­pens ist eine Ein­schrän­kung der Mobi­li­tät. Wie ist das noch­mal mit dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr, dem Rad und dem ein­fa­chen Zu-Fuß-Gehen?
  3. Wer ein Auto hat und kei­nen Chauf­feur darf sich nicht erwi­schen las­sen.
  4. Wer kein Auto hat und kei­nen Füh­rer­schein, darf mun­ter wei­ter klau­en oder muss unzu­mut­ba­re Här­ten hin­neh­men, indem er tat­säch­lich für sei­ne Stra­fe zur Rechen­schaft gezo­gen wird.

Für mich als Rad­fah­rer bedeu­tet der Ent­zug des Lap­pens eigent­lich kei­ne Ein­schrän­kung (wo habe ich das Ding eigent­lich?). Bin ich dann nicht straf­mün­dig?

Man könn­te ja den Herrn Buse­mann mit dem Fahr­rad fah­ren las­sen. Das regt die Hirn­tä­tig­keit an. Scha­det nicht, kann aber auf Man­che auch wie eine Stra­fe wir­ken…

PS: Den Aus­druck „Den­ken auf Sicht“ in den Kom­men­ta­ren für die­sen unaus­ge­go­re­nen Vor­schlag fin­de ich klas­se.