Da machen sich die Medi­en zum will­fäh­ri­gen Büt­tel einer eigen­ar­ti­gen Auf­fas­sung von Wagen­burg­men­ta­li­tät: die Rede ist von den War­nun­gen der Daten­schüt­zer vor face­book und deren „laxe“ Sicher­heits­maß­nah­men. Hey, das ist ein sozia­les Netz, das mir kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt wird!

Es wird sich dar­über auf­ge­regt, dass face­book (wie Goog­le und alle die ande­ren Daten­kra­ken auch) Aber­mil­li­ar­den von Daten über alle Benut­zer des Inter­nets spei­chern, aus­wer­ten und an die Wer­be­bran­che wei­ter­ver­kau­fen, die damit ziel­ge­nau­er wer­ben kann. Dafür bekom­men die Kra­ken Geld.

Zunächst mal sehe ich dar­in nichts Ver­werf­li­ches. Was ich kon­su­mie­re, kann Jeder erfah­ren, was ich lese, auch — das muss einem klar sein, bevor man als mün­di­ger Bür­ger ins Inter­net ein­steigt und sich auf das „Soci­al Web“ ein­lässt. Wenn es etwas gibt, was nicht jeder erfah­ren soll, darf ich das Inter­net nicht ver­wen­den, und erst recht nicht die „Soci­al Sites“. Immer­hin hei­ßen die ja so, weil sie sozia­le Net­ze knüp­fen möch­ten. Wer geht schon auf eine Par­ty und stellt sich schmol­lend in eine Ecke, weil er Par­tys hasst?

Also für die Bäu­me sehe ich da nur Vor­tei­le: statt mir den Brief­kas­ten mit „Toto­holz­wer­bung“ zuzu­wer­fen, die unge­le­sen in den Alt­pa­pier­ei­mer wndert, kön­nen mich Wer­ben­de direkt errei­chen. Es ist näm­lich face­book sehr viel schnel­ler klar­zu­ma­chen, dass mich Auto­wer­bung über­haupt nicht inter­es­siert.

Die Daten­schüt­zer aber, die soll­ten sich mehr Gedan­ken dazu machen, wie durch Behör­den Daten zen­tra­li­siert wer­den und wer alles dar­auf zugrei­fen darf. Immer­hin grei­fen die sel­te­ner zu Wer­be­zwe­cken dar­auf zu.