Anläss­lich der Ver­öf­fent­li­chung der neu­en Crea­ti­ve Sui­te 5 von Ado­be hat sich Shawn Che­ris in einem inter­es­san­ten Arti­kel zur Ent­wick­lung der Pro­gramm­sym­bo­le geäu­ßert — und der Arbeit, die dar­in steckt.

An der Schnitt­stel­le zwi­schen Pro­dukt­de­sign, Mar­ke­ting, Pro­gram­mie­rung und Ver­trieb, kommt dem Ent­wer­fen der Pro­gramm­sym­bo­le eine wich­ti­ge Bedeu­tung zu: sie sol­len das Pro­dukt reprä­sen­tie­ren und — vor allem wenn es sich um ein gan­zes Paket han­delt — auch ihre Zusam­men­ge­hö­rig­keit zu ande­ren Pro­gram­men der sel­ben Fir­ma zei­gen. Gleich­zei­tig sol­len sie auch aus rein prak­ti­schen Erwä­gun­gen unver­wech­sel­bar sein, damit der Benut­zer nicht nur „aus Ver­se­hen“ auf das Icon klickt.

Auf der ande­ren Sei­te aber dür­fen sie nicht zu her­vor­ste­chend sein, wenn sie die Erwar­tun­gen nicht erfül­len kön­nen: Sonst ver­su­chen die Benut­zer näm­lich ALLE Doku­men­te mit dem Pro­gramm zu öff­nen, selbst wenn es dazu gar nicht in der Lage ist. Das ist für den Anwen­der frus­trie­rend und er wird mit­un­ter das Pro­gramm dafür ver­ant­wort­lich machen oder das Doku­ment, aber nicht sei­nen ver­ständ­li­chen Irrtum.

Die rich­ti­ge Mischung aus Zurück­hal­tung und Unver­wech­sel­bar­keit macht es also, mög­lichst in unter­schied­li­chen Grö­ßen, denn auch als win­zi­ges Icon auf dem Schreib­tisch muss sofort klar sein, um wel­ches Pro­gramm es sich handelt.

Ein ganz inter­es­san­tes Fea­ture habe ich aber doch ent­deckt: Wer sich in der Ado­be Pro­dukt­pa­let­te (und es sind doch recht vie­le) aus­zu­ken­nen meint, der mag ja mal nach­schau­en, ob er alle Pro­gram­me anhand ihrer Kür­zel wie­der erkennt.
Tipp für Tech­ni­sche Redak­teu­re: Einer fehlt. Absichtlich?