ist schwe­res Sprach: Mei­ne Toch­ter bit­tet mich gera­de um Hil­fe, weil sie einen Satz in ihrer Haus­auf­ga­be nicht ver­steht. Die Übung lau­tet: „Bil­de aus dem fett gedruck­ten Wort ein Wie­wort und schrei­be den Satz dann auf.“

Und nun der Satz. „Jeden Tag öff­nen vie­le Blu­men ihre Kel­che.“. Klar, aus „Tag“ wird „täg­lich“. Also lau­tet der Satz „Täg­lich öff­nen vie­le Blu­men ihre Kel­che.“ Das Dum­me ist bloß, dass „täg­lich“ gar kein Wie­wort, son­dern ein Attri­bu­tivAdverb ist, näm­lich zu „öff­nen“. Daher taucht auch das obli­ga­to­ri­sche „ist“ oder „sind“ nicht auf, an dem man das Wie­wort (Adjek­tiv) erken­nen kann.

Mei­ner Toch­ter mit knapp 9 Jah­ren fiel das auf, rein wegen des Sprach­ge­fühls. Wenn jetzt die Korin­thenk­a­cker im Kul­tus­mi­nis­te­ri­um neben sinn­frei­er Schul­zeit­ver­kür­zung auch noch ihre eige­ne mut­ter­sprach­li­che Gram­ma­tik beherrsch­ten, wäre uns allen gehol­fen.