Den Bun­des­bür­gern steckt die Angst in den Kno­chen. Zwar war das ver­gan­ge­ne Jahr gar nicht so schlimm ver­lau­fen wie man­che befürch­te­ten (oder viel­leicht auch erhoff­ten), denn weder ist eine Revo­lu­ti­on aus­ge­bro­chen1, noch hat die Schwei­ne­grip­pe eine ech­te Pan­de­mie aus­ge­löst — sehr zum Unmut der Phar­ma­in­dus­trie, die jetzt dafür ihre Pro­duk­te gleich zwei­mal ver­hö­kern darf.Nein, es sind stei­gen­de Gas­prei­se. Gera­de noch haben wir uns gewun­dert über die laxen Absichts­er­klä­run­gen in Kopen­ha­gen, da ist dem Otto Nor­mal­ver­brau­cher schon wie­der das Hemd näher als die Hose: Er will nicht konsumieren.

Hohe Energiepreise vermiesen Kauflaune

Offene Geldbörse mit einigen Münzen (Foto: picture-alliance/ dpa)Großansicht des BildesAuf­grund stei­gen­der Ener­gie­prei­se bleibt den Ver­brau­chern weni­ger Geld für den Konsum.Die Ver­brau­cher­stim­mung kühlt sich zum Jah­res­en­de wei­ter ab. Vor allem stei­gen­de Ener­gie­prei­se belas­te­ten das Kon­sum­kli­ma, teil­te die Gesell­schaft für Kon­sum­for­schung (GfK) in Nürn­berg mit. Hin­zu kommt, dass die Bür­ger aus Angst vor schlech­te­ren Zei­ten auf dem Arbeits­markt ihr Geld ver­stärkt auf die hohe Kan­te legen, anstatt es aus­zu­ge­ben. (tagesschau.de)

Das ist ja wohl uner­hört! Wer abhart­zt, kriegt eh‘ kein Geld — er hat es ja auch nicht ver­dient, immer­hin ist er sozu­sa­gen „arbeits­un­wil­lig“. Aber dass auch die, denen die Regie­rung nun ein schö­nes Steu­er­ge­schenk mach­te2, ja, dass die­se Leu­te nun auch noch was zurück legen statt wie besin­nungs­los aus­zu­ge­ben und sich gehö­rig zu ver­schul­den, das ist die Höhe!

Das Per­fi­de des so beglück­ten Bür­gers ist ja, dass er volks­wirt­schaft­lich dem Staat Geld vor­ent­hält, das ihm die­ser ger­ne aus der Tasche gezo­gen hät­te, um die Schul­den der Ban­ken zu bezah­len. Denn wer spart, kon­su­miert nicht. Und wer nicht kon­su­miert, zahlt kei­ne Mehrwertsteuer.

Leu­te, der Rubel muss rol­len! Und zwar in die rich­ti­ge Richtung…


  1. Wovon Anfang des Jah­res sogar noch Poli­ti­ker spra­chen

  2. das sie selbst nicht bezah­len muss