Heu­te Nach­mit­tag hät­te das Schul­fest an unse­rer Grund­schu­le sein sol­len. Heu­te Mor­gen um kurz vor Neun klin­gelt das Tele­fon und der Eltern­bei­rat wird von der Schul­lei­tung auf­ge­for­dert, allen Eltern mit­zu­tei­len, dass man das Schul­fest auf den mor­gi­gen Tag ver­schie­ben müs­se, da man die heu­te Nach­mit­tag vor­aus­sicht­lich even­tu­ell ein­tre­ten­den Gewit­ter nicht den Kin­dern zumu­ten könne.

Mal abge­se­hen davon, dass sich eini­ge Eltern auch einen hal­ben Tag frei genom­men hat­ten, um ein­mal im Jahr dabei zu sein, ist es natür­lich eine Unver­schämt­heit, dies am glei­chen Tag erst bekannt zu machen — wo es in die­sen Land­stri­chen seit Wochen reg­net, und dann bis­lang auch immer nur Was­ser. Da hat­te jemand in der Schul­lei­tung die Hose voll und jetzt das Pro­blem, dass ver­mut­lich nicht nur eini­ge Eltern nicht kom­men kön­nen, weil sie sich nicht noch­mals einen Tag frei­neh­men kön­nen, son­dern auch eini­ge Kin­der bereits bei ande­ren Ver­an­stal­tun­gen sind. Denn dum­mer­wei­se sit­zen die Müt­ter und Väter ja nicht den gan­zen Tag daheim und freu­en sich, wenn sie mal raus dürfen.

Außer­dem hat es gar nicht gereg­net. Da es das aber mor­gen auch durch­aus tun kann, wird die Sache wahr­schein­lich kom­plett ins Was­ser fal­len.  Aber ich bin nicht dabei. Ich muss arbei­ten. Wie ande­re Eltern auch.