Manch­mal nach einer lan­gen Arbeits­wo­che sit­ze ich vor mei­nem Lap­top und wun­de­re mich über den tech­ni­schen Fort­schritt: Wäh­rend im Hin­ter­grund klei­ne Scripts aus eini­gen hun­dert Mega­byte Klein­holz machen und es für den Druck vor­ver­dau­en, läuft Musik über die ange­schlos­se­nen Laut­spre­cher und ich hole mir die Welt direkt aus dem Inter­net auf einen Moni­tor, der nicht dicker ist als ein Stück Well­pap­pe.

Der gan­ze Com­pu­ter hat mehr das Aus­se­hen eines Tabletts und beinhal­tet von der Kame­ra und einem enor­men Spei­cher­re­ser­voir, in das man mühe­los das Wis­sen einer Stadt­bi­blio­thek unter­brin­gen könn­te, über Mikro­fon, Anschlüs­se für einen exter­nen Moni­tor, der den gan­zen Schreib­tisch aus­fül­len wür­de, wür­de man ihn hin­le­gen, auch ein Abspiel­ge­rät für Sil­ber­schei­ben, die abend­fül­len­des Kino bie­ten.

Außer­dem ist auch ein Akku ein­ge­baut, der es ermög­licht, stun­den­lang alle oben genann­ten Funk­tio­nen auch ohne Strom­ver­sor­gung zu nut­zen.

Dann sit­ze ich da und stau­ne über die Fähig­kei­ten des mensch­li­chen Geis­tes und füh­le einen Stolz, ein Teil die­ses Geni­us zu sein.

— Und kaum schaue ich aus dem Fens­ter und sehe einen ange­sof­fe­nen Typen mit 60 durch die Spiel­stra­ße bret­tern, dann ist er wie­der weg, der Stolz. Scha­de.