Mit die­ser Aus­sa­ge zu den Kon­kur­renz­pro­duk­ten des iPod mach­te der App­le-Vor­stands­vor­sit­zen­de Ste­ve Jobs vor ein paar Jah­ren die Run­de. Das ist so eine Stan­dard­aus­sa­ge von ihm: „to get some­thing“, etwas begrei­fen, erfas­sen.
Damit war in dem Fall die Fra­ge gemeint, war­um es die Kon­kur­renz trotz bes­se­rer Tech­nik, mehr Markt­macht und Mit­ar­bei­tern nicht fer­tig bringt, ernst­haft gegen den iPod zu kon­kur­rie­ren. Selbst Gigan­ten wir DELL und Micro­soft sind dar­an geschei­tert. Weil sie es eben nicht „erfas­sen“.
Dar­an mus­s­te ich gra­de den­ken, als ich einen Arti­kel in der Online-Aus­ga­ben der „heu­te“ Nach­rich­ten las über das neue iPho­ne 3GS.

Kon­kur­renz von vie­len Sei­ten

App­le ist nicht mehr allei­ne auf dem Markt der schi­cken Tele­fo­ne. Ande­re Her­stel­ler zie­hen nach. Lisa Brack, Res­sort­lei­te­rin Han­dy für Chip/Xonio.de, meint dazu: „Alle gro­ßen Han­dy­her­stel­ler haben inzwi­schen Touch­screen-Han­dys im Pro­gramm. Der­zeit kom­men das LG Arena und Ando­id-Han­dys dem iPho­ne gefähr­li­ch nahe. Tech­ni­sch gibt es inzwi­schen sogar bes­se­re Han­dys, bei­spiels­wei­se das Samsung i9810 HD, das den ers­ten Platz unse­rer Bes­ten­lis­te ein­nimmt.“

(heu­te, „Das kann App­les neu­es Han­dy„)

Ja eben. Tech­ni­sch sind die alle bes­ser. Als Mac-Benut­zer muss man sich sowas auch immer anhö­ren: „Dei­ne Gra­fik­kar­te ist ja nur zwei­te Wahl“, „Mei­ne Fest­plat­te ist grö­ßer!“, „Was? Du hast kein ein­ge­bau­tes Lese­grät für Smart­Cards?“, „Wie? Ohne Fin­ger­ab­druck­s­can­ner??“ Alles son Zeug halt, womit sich die Inge­nieu­re einen siche­ren und tro­cke­nen Arbeits­platz ver­die­nen.

Nur. Sie krie­gen es nicht hin. Die gan­ze Kon­kur­renz hat­te nun andert­halb Jah­re Zeit, ein ver­gleich­ba­res Han­dy auf den Markt zu brin­gen (oder soll­ten wir lie­ber sagen „Smart­pho­ne“?). Außer ein biss­chen Touch­screen und ein paar dicke­ren tech­ni­schen Daten ist dabei nix her­aus­ge­kom­men.

Nun habe ich kein iPho­ne und sehe für mich auch kei­nen gestei­ger­ten Nut­zen dar­in, aber ich hat­te mal so ein Teil für ein paar Minu­ten in der Hand: Das hat Kult­fak­tor. War­um?

Wenn sich die Herrn Inge­nieu­re mal Gedan­ken mach­ten dar­über, wie man dem Kun­den und Käu­fer mit der Tech­nik das Leben leich­ter machen kann, statt ihn mit Fea­tures zu bewer­fen bis er das Teil ohn­mäch­tig vor Frust in die Ecke schmeißt — ja dann käme viel­leicht auch mal ein ech­tes Kon­kur­renz­pro­dukt dabei raus. So aber ist das eher trau­rig.