Im Inter­net sind alle dort ver­öf­fent­lich­ten Infor­ma­tio­nen zunächst ein­mal frei. Das ist der Sinn des Inter­nets. Wer dort nichts für lau her­ge­ben will, muss den Inhalt ent­we­der schüt­zen oder eben gar nicht erst ver­öf­fent­li­chen. Das ist eine ein­fa­che Spiel­re­gel — denkt man.

Schon die juris­ti­sche Pro­ble­ma­tik der Musik­down­loads und der Bild­ver­wer­tung wirft aber Fra­ge­stel­lun­gen auf, mit der sich der gemei­ne deut­sche Jurist lebens­lang beschäf­ti­gen kann. Nun droht neu­es Unge­mach: Goog­le und Kon­sor­ten wol­len die Inhal­te von Büchern im Inter­net veröffentlichen.

Da schrei­en die — na? Rich­tig — Ver­le­ger (!) auf. Das sind die Leu­te, die den Auto­ren die Eigen­stän­dig­keit abneh­men, um damit kom­mer­zi­el­len Erfolg zu errei­chen. Urhe­ber­recht­lich gese­hen wäre eigent­lich der Autor der­je­ni­ge, der dar­über zu befin­den hat, ob sein Werk nun auch im Inter­net gele­sen wer­den kann.

Tut er aber nicht. Sein Ver­le­ger, also Ver­wer­ter, macht das für ihn. Das ist recht durch­sich­tig. Auf mei­ne Unter­stüt­zung darf er dabei nicht hoffen.