Nur scheib­chen­wei­se erfährt die Öffent­lich­keit, in wel­chem Aus­maß die Deut­sche Bahn ihren Mit­ar­bei­tern miss­traut und ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on und beruf­li­che sowie pri­va­te Umge­bung über­wacht. Und dafür hau­en sie jetzt alle dem armen Bahn­chef Meh­dorn auf die Flos­sen, der sich gar kei­ner Schuld bewusst ist, schließ­lich geht es bei der Füh­rung eines Unter­neh­mens in der Grö­ße des Bahn­kon­zerns nicht zu wie in einer Stu­den­ten-WG.

Es ging um die Fest­stel­lung von Unre­gel­mä­ßig­kei­ten im Umgang mit öffent­li­chen Gel­dern und auch um den Umgang mit unbot­mä­ßi­gen Mit­ar­bei­tern. „Alles nur klei­ne Fische!“ denkt man dort im Vor­stand. Der Auf­sichts­rat, in ers­ter Linie als Abnick­ein­rich­tung bekannt, ist natur­ge­mäß „ent­setzt“, da er vor­her nie irgend etwas mit­be­kom­men hat­te.

Falls es jetzt also zu einer Ahn­dung des Vor­falls kommt — was machen wir mit den Daten? Über 200.000 wirk­lich sen­si­ble Daten, nach denen sich auch das Innen­mi­nis­te­ri­um die Fin­ger lecken dürf­te. Mein Vor­schlag: der noch ein­zu­kla­gen­de finan­zi­el­le Scha­den der Betrof­fe­nen und die damit ver­bun­de­nen Aus­ga­ben der Bahn lie­ßen sich dadurch lin­dern, dass man die Daten an die zustän­di­gen staat­li­chen Stel­len ver­hö­kert (gegen Steu­er­mit­tel). Und der Bahn­chef bekommt gleich einen neu­en Job: beim BND.

Ver­schau­keln kann er ja ganz gut…