© Omnigroup

Für einen lang­jäh­ri­gen Benut­zer von Omni­Web wie mich kam es doch heu­te mor­gen über­ra­schend, dass man bei der Omni Group beschlos­sen hat­te, unter ande­rem den Brow­ser Omni­Web kos­ten­los anzu­bie­ten. Natür­lich brumm­ten sogleich die ver­schie­dens­ten Sei­ten mit den düs­ters­ten Untergangsszenarien.

Das ist mei­nes Erach­tens aber halb so schlimm. Ers­tens gibt es mehr Brow­ser als man sich auf die Fest­plat­te schnal­len kann, zwei­tens unter­schei­den sich die vor­han­de­nen Brow­ser für den mac­in­tosh eigent­lich nur nach drei unter­schied­li­chen Ren­de­ring-Engi­nes, von denen das Drit­te, näm­lich Pres­to für den Ope­ra-Brow­ser, allein auf wei­ter Flur steht. Den Rest tei­len sich das Gecko-Engi­ne (Mozil­la-Deri­va­te) und Web­Kit (Safa­ri).

Omni­Web greift seit Ver­si­on 5 auch auf Web­Kit zurück und ver­fügt über ein paar net­te Eigen­schaf­ten, die ich nicht mis­sen möch­te, ins­be­son­de­re die Ein­stell­bar­keit des Ver­hal­tens für spe­zi­fi­sche Sei­ten. So kann man bei Auf­ruf der Sei­ten für Micro­soft immer so tun, als sei man ein Inter­net Explo­rer, einen Tab wei­ter aber loggt man sich bei Apple als Safa­ri ein.

Und ich bereue es auch nicht, damals in einer Ange­bots­pha­se 10 Dol­lar bezahlt zu haben. Es ist eigent­lich nur kon­se­quent, wenn man den letz­ten kos­ten­pflich­ti­gen Brow­ser frei­gibt: Es geht nicht mehr ums Aus­se­hen, es geht um den Inhalt. Die Ent­wick­lung eines Brow­sers kos­tet Geld. Geld, dass man nicht durch Ver­kauf her­ein­be­kommt. Denn für die meis­ten Benut­zer ist das Inter­net frei und kos­ten­los. Und Alles, was dort ange­bo­ten wird, ist es auch.

Ein Brow­ser erfüllt da mehr die Funk­ti­on eines Omni­bus­ses, der im Stadt­ge­biet kos­ten­los benutzt wer­den darf. Kein Mensch wür­de des­we­gen davon aus­ge­hen, dass es den Bus bald nicht mehr gibt…