Eine recht ansehn­li­che Abrech­nung mit unse­rer Wohl­fühl­ge­sell­schaft, die auf Risi­ko­ab­wäl­zung grö­ße­res Gewicht legt als auf Kon­flikt­be­reit­schaft, hat — man lese und sttau­ne — Herr Mink­mar von der FAZ vor­ge­legt:

Um die Gesell­schaft vor Unru­hen und kal­ten Bür­ger­krie­gen zu bewah­ren, muss ein gro­ßer Dia­log begon­nen wer­den. Das alte Sys­tem wird sich nicht fan­gen, für die Ramsch­pa­pie­re gibt es kei­nen Markt, und es wird auch kei­nen mehr geben. Mit gou­ver­ne­men­ta­lem Her­um­fuch­teln in Klün­gel­run­den, um irgend­wel­che Stell­schrau­ben zu befin­gern, ist nichts mehr zu gewin­nen. In solch einer Lage kann es einen Fort­schritt nur geben, wenn man sich von ideo­lo­gisch begrün­de­ten Prin­zi­pi­en ver­ab­schie­det und all das stärkt, was Gemein­sinn stif­tet.

Für ein Blatt wie die FAZ grenzt das fast schon an einen Auf­ruf zum Umsturz. Aber er hat recht:

Geld ver­leiht kei­nen Sinn.