… dann gibt es auch genug Geld vom Steu­er­zah­ler. So fas­se ich jetzt mal die Beschlüs­se der Euro­päi­schen Inves­ti­ti­ons­bank unter dem Druck des poli­ti­schen Popu­la­ris­mus in der Lob­by­kra­tie zusam­men: Die Auto­in­dus­trie kriegt nach 50 Jah­ren Sub­ven­tio­nie­rung (immer­hin baut sie ja bei­spiels­wei­se ihre Stra­ße nicht selbst) auch noch den Aller­wer­tes­ten ver­gol­det:

Im Dezem­ber hat­te der EIB-Vor­stand beschlos­sen, der Indus­trie zusätz­li­che Kre­di­te in Höhe von 15 Mil­li­ar­den Euro im Jahr zur Ver­fü­gung zu stel­len. Für die Auto­in­dus­trie sol­len vier Mil­li­ar­den Euro zur Ent­wick­lung umwelt­freund­li­cher Tech­no­lo­gi­en bereit­ge­stellt wer­den. Kol­latz-Ahnen kün­dig­te an, dass der EIB-Vor­stand im März über Pro­jek­te mit einem Volu­men von 3,2 Mil­li­ar­den Euro ent­schei­den wer­de. Eini­ge Mit­glied­staa­ten ver­lang­ten nach EIB-Anga­ben, die vier Mil­li­ar­den auf zehn Mil­li­ar­den Euro auf­zu­sto­cken. (net­zei­tung)

Also: der deut­sche Auto­käu­fer kriegt für sei­ne alte Dreck­schleu­der eine Abwrack­prä­mie und die Her­stel­ler bekom­men Geld für neue Dreck­schleu­dern. Und das nur, weil sie seit Jah­ren auf ihren Gewin­nen hocken und effek­tiv jede umwelt­freund­li­che Inno­va­ti­on blo­ckie­ren.

Wie sieht das denn mit uns Rad­fah­rern aus? Krieg ich auch eine Prä­mie, weil ich kei­ne fos­si­len Brenn­stof­fe benut­ze und sich mein CO2-Aus­stoß auf die Atem­luft beschränkt?

Nein, natür­li­ch nicht! Wer bis­lang Arbeits­plät­ze ins Aus­land ver­la­gert hat­te, dort aus Pro­fit­gier die Umwelt mit Füßen getre­ten hat, wer hier­zu­lan­de Inno­va­tio­nen abwürgt, die den Pro­fit schmä­lern könn­ten durch einen Ver­zicht aufs Auto, wer also bis­her sich am Dreck dumm ver­dient hat­te — der kriegt es gleich noch­mal.

Der Teu­fel scheißt eben immer auf den gro­ßen Hau­fen. Nur kann man Geld eben immer noch nicht essen…

Wie soll den das Hirn sich bewe­gen, wenn der Arsch es nicht tut?