Wir ahnen es alle seit Jah­ren: die Auto­in­dus­trie (nicht nur die deut­sche) siecht dahin. Es ist ein haus­ge­mach­tes Pro­blem. Statt an Inno­va­ti­ven und Res­sour­cen spa­ren­den Mobi­li­täts­ge­rä­ten zu for­schen (und die­se auch zu ent­wi­ckeln und zu ver­kau­fen), hat man lan­ge Jah­re an mög­lichst dicken Brum­mern mit einem enor­men Ver­brauch an Treib­stoff, Mate­ri­al und Platz gear­bei­tet, konn­te es nicht dick genug haben. So als ob uns ganz Chi­na irgend­wann mal nur noch Autos über 5 Liter Hub­raum abkau­fen wollte.
Und nun? Der hei­mi­sche Ver­brau­cher zuckt, es stöhnt der Geld­beu­tel — und das nicht erst seit der Finanz­kri­se, son­dern schon seit die Real­ein­kom­men sin­ken — und es fin­den sich immer weni­ger Käu­fer für immer teu­re­res Spielzeug.
Ein klei­ner Blick über den Tages­kram und die Quar­tals­er­trä­ge hin­aus hät­te geholfen.
Die Poli­tik kommt in der selbst ver­schul­de­ten Kri­se gera­de recht: sie ist auch in die­sem Fall Steig­bü­gel­hal­ter für ver­al­te­te Tech­nik und deut­sche Groß­manns­sucht. Trotz einer Finanz­sprit­ze für Gene­ral Motors und Ford1 wird die Auto­in­dus­trie ster­ben, eine Unter­stüt­zung ver­län­gert nur das Lei­den — für Men­schen und Umwelt.
Tröst­lich ist nur, dass die dort arbei­ten­den Men­schen damit viel­leicht etwas Zeit gewin­nen, sich nach wirk­lich nach­hal­ti­gen Arbeits­plät­zen umzu­tun. Sofern ihnen der Blick nicht durch den Ben­zindunst schon ganz ver­ne­belt ist…


  1. war­um gera­de für die, die sich gegen Inno­va­ti­on am meis­ten gestemmt haben?