Ges­tern Abend war es soweit: die Gos­pel­auf­füh­rung, für die wir (in die­sem Fall mei­ne gan­ze Fami­lie) seit Wochen gear­bei­tet hat­ten: Pro­ben, Tech­nik, Büh­nen­bild, Tan­zen, Sound­ef­fek­te, Beleuch­tung, alles eben. Noch ges­tern Mor­gen, bei der Gene­ral­pro­be hat­te ich die Hän­de über de Kopf zusam­men geschla­gen. Wie konn­te unse­re Gemein­de­re­fe­ren­tin, die zwar auch nerv­li­ch am Ende war, noch davon aus­ge­hen, dass wir um 16:00 h eine funk­tio­nie­ren­de Auf­füh­rung von über einer Stun­de hin­be­kom­men kön­nen? Ich hat­te nicht wie sie Ver­trau­en in Gott, son­dern in die Gut­mü­tig­keit der Eltern, die ihre Ver­wandt­schaft mit­schlei­fen und mit gerühr­tem Her­zen jeden Pat­z­er groß­zü­gig über­se­hen wür­den.

Und dann lief es wie am Schnür­chen. Alle Teil­neh­mer waren auf den Punkt da, kein Hän­ger, jeder stand rich­tig, die Ein­sät­ze klapp­ten — ich war sprach­los. Irgend­wann im letz­ten Drit­tel fiel mir hin­ter dem Tech­nik­ti­sch auf, dass wir da etwas auf die Bei­ne gestellt hat­ten, das mehr war als die Sum­me der Anstren­gun­gen. Das Stück ent­wi­ckel­te ein Eigen­le­ben, es zog nicht nur die Zuschau­er in sei­nen Bann, es sporn­te die Dar­stel­ler und die Sän­ger an, es form­te aus 360 Zuschau­ern und 40 Dar­stel­lern zwi­schen 4 und 60 Jah­ren ein gemein­sa­mes Gebet, eine Geschich­te. Es war ein unglaub­li­ches Erleb­nis und Ereig­nis.

UPDATE: Es gibt — wenn auch klei­ne — Fotos der Ver­an­stal­tung hier.