In der TAZ online fand ich einen selbst­iro­ni­schen Arti­kel eines Kol­le­gen aus dem schrei­ben­den Gewer­be, der sei­ne Zunft auf die Berech­ti­gung ihrer For­de­run­gen hin abklopft. Man muss zuge­ben, die Finanz­kri­se war nur der Trop­fen, der ein Fass zum Über­lau­fen brach­te: Seit Jah­ren ruht sich die Wirt­schaft hier­zu­lan­de auf dem Export aus, auf dem Mit­tel­stand, der für alles her­hal­ten muss, was Geld braucht oder Arbeits­kräf­te. Vom Staat, der sei­ne Schul­den bezah­len will, über die Berufs­aus­bil­dung bis hin zum Kon­sum von „Life-Style“-Produkten und zum Schluss jetzt der Gesund­heits­roh­form Gesund­heits­re­form wur­de alles bezahlt, was die Leu­te ver­die­nen konn­ten1.

Aber dass jetzt in den Zei­tun­gen wie­der eine Sau durchs Dorf getrie­ben wird, die einen län­ge­ren Atem ver­dient, das ist dort och nicht ange­kom­men — und soll viel­leicht auch nicht.


  1. den Ärme­ren konn­te man es nicht neh­men, und die Rei­che­ren hat­ten ande­re Mög­lich­kei­ten in Liech­ten­stein et al.