Ges­tern war ich auf der ers­ten Vor­stel­lung der neu­en CS4 von Ado­be auf baye­ri­schem Boden bei der InDe­sign-User Group (wer jetzt nicht weiß, was eine CS4 ist, der kann schon mal wie­der auf­hö­ren zu lesen).
Was aber brach­te die Ver­an­stal­tung? Außer pro­fes­sio­nel­len und hoch moti­vier­ten Ado­be-Mit­ar­bei­tern, die ihr Pro­dukt auf den Markt drü­cken müs­sen? Das kommt auf die Per­spek­ti­ve an. Für alle ein­ge­fleisch­ten Redak­teu­re, die immer schon Frame­ma­ker ein­setz­ten und auch mit sei­nen Unzu­läng­lich­kei­ten (Vek­tor­gra­fi­ken nur als EPS1 plat­zier­bar) leben kön­nen, ist da nicht viel zu holen. Es wird kein FM-User auf ID umschwen­ken des­we­gen. Schon allei­ne des­halb, weil hin­ter bei­den Pro­duk­ten (InDe­sign und Frame­Ma­ker) ein gan­zes „Bio­top“ an Input- und Out­put-Werk­zeu­gen steht. Die­ser Pro­duk­ti­ons­pro­zess muss bei einem Wech­sel des Kern­pro­gramms kom­plett umge­wor­fen wer­den. Das tut sich kei­ner an.
Für die Benut­zer aber, die bis­her die rela­tiv fla­che Lern­kur­ve der ande­ren Ado­be-Pro­duk­te (im Ver­gleich zu Frame­Ma­ker) ken­nen gelernt haben und deren Input in ers­ter Linie aus kom­plett „zer­schos­se­nen“ Word-Doku­men­ten besteht, ist die neue Ver­si­on eine loh­nen­de Alter­na­ti­ve. Es lässt sich näm­lich die CS4 auch — allen Unken­ru­fen zum Trotz — recht effi­zi­ent im Bereich der tech­ni­schen Doku­men­ta­ti­on ein­set­zen. Wenn man mal die tech­ni­sche Doku nicht nur als rei­nes Beschrei­ben lee­rer Sei­ten mit mehr oder weni­ger wich­ti­gen tech­ni­schen Daten­lis­ten sieht, son­dern als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel. Wie man das machen kann, hat­te ich schon mal für die CS2 beschrie­ben. Sobald ich die CS4 in den Hän­den habe, wird die­se Rei­he ergänzt. Soviel schon mal vorab.
Die Neue­run­gen kann man sich auf der Ado­be-Web­site anschau­en oder aber — aus Sicht eines Frame­Ma­ker-Exper­ten — auch hier.


  1. das ist vor zehn Jah­ren aktu­ell gewe­sen