wie sich die Ver­tre­ter der KMK da wie­der raus­re­den wol­len:

Wenn sie wenigs­tens pro­tes­tie­ren wür­den, meint Kinu, gegen die Eltern oder die Schu­le. Doch tat­säch­li­ch schei­ne das Kli­ma, gelähmt von Stress, Ein­sam­keit und Angst, nicht zu tau­gen. […] Kinu wünscht sich eine Schu­le, die nicht so sehr vom Leis­tungs­druck geprägt ist, wo nicht vor allem dar­auf Wert gelegt wird, den Lehr­plan durch­zu­peit­schen, son­dern die auch Raum und Zeit lässt, sich zu einer Iden­ti­tät vor­zu­tas­ten: „Es ist doch die­se Ent­wick­lungs­pha­se, in der das geschieht. Wir müss­ten mehr Zeit haben, um zu spre­chen und mit­ein­an­der nach­zu­den­ken.“ (taz.de)

Nein, es geht nicht um das deut­sche Schul­sys­tem und das schlech­te Abschnei­den bei PISA. Es geht auch nicht um G8 und die haupt­säch­li­ch wirt­schaft­li­ch moti­vier­ten Kür­zun­gen im Lehr­plan. Es geht um das Vor­zei­ge­mo­dell Finn­land. Rich­tig, das ist da, wo es mehr Ren­tie­re als Men­schen gibt, wo die bes­ten Schü­ler (laut PISA) in ganz Euro­pa her­kom­men, wo man schon als ganz Kur­zer der pro­fes­sio­nel­len päd­ago­gi­schen Betreu­ung über­ge­ben wird. Es geht um das Land und das Schul­sys­tem, das uns seit Jah­ren um die Ohren gehau­en wird: „Seht dort­hin, da müs­sen wir hin!“ Eng­li­sch in der Krab­bel­grup­pe, Yoga für 4-jäh­ri­ge, Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nun­gen in der Kita.
Brau­chen wir das wirk­li­ch? Oder geht es nicht ein­fach auch mal eine Num­mer klei­ner bei der Effi­zi­enz?