Heu­te mor­gen soll­te ich schnell mal aus­hel­fen, weil sich eine Page­ma­ker-Datei nicht in eine PDF umwan­deln ließ. Nach­dem wir fest­stell­ten, dass dies des­we­gen nicht funk­tio­nier­te, weil der Bear­bei­ter kei­ne Admin-Rech­te auf sei­nem PC hat, habe ich mich ange­bo­ten, die Datei auf mei­nem Rech­ner mit InDe­sign zu öff­nen und zu konvertieren.

Ha! Erst sind die Bil­der nicht sau­ber refe­ren­ziert, und dann strotzt die Sei­te von Text­rah­men und Objekt­rah­men, die auf die Grö­ße „0“ ver­klei­nert zwar nicht sicht­bar sind, wohl aber wegen der dar­in lie­gen­den BMPs die Datei ins Uner­mess­li­che auf­blä­hen. Wohl­ge­merkt, es geht hier um die Fall­stri­cke eines Lay­out-Pro­gramms, nicht unse­rer sonst so bespöt­tel­ten Textverarbeitung.

Das Pro­blem ist aber eigent­lich nicht das Pro­gramm, son­dern die kom­plett ande­re Denk­wei­se, die die Lay­out-Pro­gram­me, sei­en es InDe­sign, Quar­kX­Press oder eben Page­Ma­ker, einem abver­lan­gen. Es ist die Abkehr vom Blatt Papier, das von oben links nach unten rechts gefüllt wer­den muss. Es ist die Vor­stel­lung, dass es Pro­gram­me gibt, die eine belie­bi­ge Plat­zie­rung von Objek­ten (Text oder Gra­fik) auf einer lee­ren Sei­te erlau­ben und for­dern. So wie ein Set­zer mit Sche­re und Kle­ber die Objek­te auf der Druck­sei­te ver­teil­te, so müs­sen die Bear­bei­ter vor­ge­hen. Das aber ist gar nicht so ein­fach. Es braucht wohl eine Schu­lung, um wie­der so zu den­ken wie mei­ne Kin­der, wenn sie bas­teln: mit Sche­re und Kleber.