Den Aus­schlag zu einer neu­en Rei­he gab die unre­gel­mä­ßig erschei­nen­de Rubrik bei Dar­ing Fireb­all „Jack­ass of the week“. Auch hier gibt es ab und an sol­che Epi­so­den über die Ses­sel­fur­zer der Repu­blik, die sich hart­nä­ckig wei­gern, das eige­ne Gehirn zu benut­zen1. Nun aber zur ers­ten Epi­so­de:
Aus nicht beein­fluss­ba­ren Grün­den sind in die­sem Jahr zahl­rei­che Fei­er­ta­ge in die Woche gefal­len, was zu einem gewis­sen Scha­den in er deut­schen Wirt­schaft geführt haben mag. Aber auch zu einem Unter­richts­aus­fall. Jetzt hat das baye­ri­sche Kul­tus­mi­nis­te­ri­um fest­ge­stellt, dass dadurch etwa vier Stun­den pro Schü­ler ent­fal­len sind, die schon aus sta­tis­ti­schen Grün­den wie­der her­ein geholt wer­den müs­sen. Was also tun, wenn Excel das sagt? Ein­fach: Alle Schü­ler in Bay­ern wer­den dazu ver­don­nert, einen Tag extra in die Schu­le zu kom­men. Auch die Erst­kläss­ler. Am 22. Novem­ber ist es soweit, da ver­zich­ten die Kin­der auf einen frei­en Sams­tag und müs­sen mit sie­ben Jah­ren die vol­le Här­te des spä­te­ren Erwerbs­le­bens erfah­ren. Sie gehen Sams­tag in die Schu­le.
An sich ist das kein Dra­ma, denn vie­le Schü­ler sind auch Sams­tags in der Schu­le, das muss­te ich auch. Aber Grund­schü­ler? Wel­chen päd­ago­gi­schen Nähr­wert soll das haben? Kei­nen. Es geht dar­um, dass die Sta­tis­tik stim­men muss. Vor­schlag: die Damen und Her­ren aus dem Kul­tus­mi­nis­te­ri­um kom­men am Sams­tag, den 22. Novem­ber in die Schu­len und erklä­ren den Schü­lern, was sie da machen. Oder sie gehen ins Minis­te­ri­um und fur­zen in die Ses­sel — wie sonst auch.


  1. der geneig­te Leser wird zwi­schen den Zei­len sicher mei­nen unver­brüch­li­chen Opti­mis­mus her­aus­le­sen kön­nen