Zur Zeit lese ich mit viel Ver­gnü­gen die Kom­men­ta­re des Herrn Illin­ger in der Süd­deut­schen online:

Ver­grö­ßert man jedoch den Maß­stab zeit­lich wie räum­lich, so ergibt sich ein ande­res Bild. Uran ist, wie Erd­öl, Gas und Koh­le, ein end­li­cher Stoff. Zwar wird sich das strah­len­de Metall noch ein paar Jah­re län­ger aus der Krus­te die­ses Pla­ne­ten krat­zen las­sen, wenn der Ölpreis längst uner­träg­li­che Höhen erreicht hat. Aber was kommt dann?

So ist es. Was mich dabei nur ner­vös macht, ist die Tat­sa­che, dass es Kei­ner ger­ne hat, wenn man sagt: „Das habe ich doch schon immer gewusst und sage es seit 25 Jah­ren!“ Das mag zwar rich­tig sein, aber es stört unge­mein die eige­ne Per­spek­ti­ve. Kein Mensch hat es gern, wenn sein müh­sam gezim­mer­tes Bild von der Welt wie ein Kar­ten­haus in sich zusam­men bricht und dann auch noch einer dane­ben steht und sagt: „Ätsch! Ich wuss­te es schon lan­ge! Hät­test halt frü­her auf mich hören sol­len!“
Dafür sind frü­her schon mal Leu­te hin­ge­rich­tet wor­den. Nicht Jeder taugt zu einem Gior­da­no Bru­no. Wich­ti­ger wäre es, der eige­nen Erkennt­nis auch end­lich eige­nes Han­deln fol­gen zu las­sen.