Ja, das wis­sen wir doch alle: wir hän­gen mit unse­rer Zivi­li­sa­ti­on, die auf rei­ner Aus­beu­tung der vor­han­de­nen Res­sour­cen beruht, am Tropf des schwar­zen Gol­des wie ein Jun­kie an der Nadel. Da tref­fen sich nun die G8-ler (und wahr­schein­lich sind sie nicht zu Fuß dahin gegan­gen) in Osa­ka und brül­len wie im Ent­zug: „Öl! Wir wol­len Öl!“:

Die sie­ben größ­ten Indus­trie­na­tio­nen und Russ­land rufen die Ölför­der­län­der zu gestei­ger­ter Pro­duk­ti­on auf.“ (sued­deut­sche online)

Da aber glück­li­cher­wei­se nicht unse­re Kul­tur betrof­fen ist1, son­dern nur unser Wohl­stand, soll­ten die Ölför­der­län­der dan Hahn nicht auf­dre­hen, damit sie end­lich einen Inno­va­ti­ons­schub aus­lö­sen, der uns end­lich auch kul­tu­rell aus dem Spät­feu­da­lis­mus her­aus­bringt.
Es gibt näm­lich zwei Wege zum Gehirn: der über den Schmerz und der über den Geld­beu­tel. Und viel­leicht kön­nen uns die Ara­ber ja mal wie­der hel­fen, den nächs­ten Schritt zu tun. Immer­hin hat­ten sie das ja im Mit­tel­al­ter auch geschafft — sonst wür­den wir immer noch in düs­te­ren Klös­tern Tier­häu­te bema­len.
Dan­ke noch­mals von die­ser Stel­le aus! Und: Lasst bloß den Hahn zu!


  1. Wer den Unter­schied nicht kennt: Zivi­li­sa­ti­on ist, wenn man eine Bade­wan­ne hat, Kul­tur ist, wenn man sie auch benutzt …