Nach­dem unser Bun­des­prä­si­dent auf­grund par­tei­po­li­ti­schen Gezänks nun ein­mal nomi­niert wor­den war– und sich in der Tat in der Zwi­schen­zeit wacker geschla­gen hat­te (immer­hin ver­fügt er im Gegen­satz zu vie­len Par­tei­gän­gern über eine eige­ne Mei­nung), beginnt das Pos­sen­spiel um den kom­men­den Reprä­sen­tan­ten erneut. Die CDU ist mit dem Bis­he­ri­gen zufrie­den — er war ihr nicht zu auf­müp­fig — und die SPD will sich pro­fi­lie­ren, nach­dem sie bis­her auf allen Fel­dern so kläg­lich ver­sagt hat (Bahn­re­form, Online-Durch­su­chung, Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, Urhe­ber­rechts­ge­setz, …).
Man soll­te nun mei­nen, dass der Job des Bun­des­re­prä­si­den­ten kei­ne Platt­form ist für klein­li­ches Ber­li­ner Gezänk um Pöst­chen und Ein­fluss­nah­me. Doch weit gefehlt. Die SPD steu­ert küh­nen Mutes auf ihren nächs­ten Mei­len­stein auf dem Weg zum Pro­jekt „18“ zu1. Und sie stellt erneut alle poli­ti­schen Ämter als bil­li­ge Ram­schwa­re aus2.
Ich weiß nicht, wel­ches Pferd Frau Schwan in die­sem Thea­ter rei­tet, aber an ihrer Stel­le wür­de ich mich für sol­che Spiel­chen nicht erneut her­ge­ben, wenn ich noch das letz­te biss­chen Selbst­ach­tung besä­ße.
Und ich schla­ge vor, wir wäh­len mal als Volk selbst. Unse­ren eige­nen Prä­si­den­ten. Einen, der Ver­trau­en erwirbt und wirk­lich die Mas­se der Bevöl­ke­rung reprä­sen­tiert. Mei­nen Nach­bar zum Bei­spiel. Net­ter Mensch. ich habe ihn nur noch nicht gefragt, ob er über­haupt will. Der ist näm­lich gera­de dienst­lich unter­wegs…


  1. Das aller­dings auch nicht von ihr ist, son­dern von einem gestürz­ten Mit­par­la­men­ta­ri­er. 

  2. Du kriegst einen EU Kom­mis­sar, wenn ich dafür einen Prä­si­den­ten bekom­me!“