Heu­te las ich mit Erstau­nen in der net­zei­tung zum The­ma „Spon­so­ren hal­ten Chi­na die Treue“, alles, was mir schon immer an unse­rem Kapi­ta­lis­mus miss­fal­len hat: sei­ne Rück­rat­lo­sig­keit, sei­ne amo­ra­li­sche und unso­zia­le Kom­po­nen­te. Da es bei der Olym­pia­de um den größ­ten Preis im Sport geht (Geld), sehen die Spon­so­ren kei­ne Ver­an­las­sung, ihrer gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung gerecht zu wer­den1 und Druck auf die chi­ne­si­sche Regie­rung aus­zu­üben.
Zu eben jenen „Pre­mi­um-Spon­so­ren“ gehö­ren

  • Coca-Cola
  • Atos Ori­gin
  • Gene­ral Electric
  • John­son & John­son
  • Kodak
  • Leno­vo
  • Manu­li­fe
  • McDonald’s
  • Ome­ga
  • Pana­so­nic
  • Samsung
  • VISA

(QUELLE: OFFIZIELLE WEBSITE BEIJING 2008)
Da ich weder brau­ne Brau­se sau­fe noch Müll bei einer ein­schlä­gi­gen Lebens­mit­tel­ver­wer­tung in mich hin­ein­st­op­fe, habe ich beschlos­sen, mei­ne Kre­dit­kar­te umzu­tau­schen. Irgend­was muss man ja tun. Und sich damit raus­re­den, dass das ja sowie­so sinn­los sei, das tun auch die, die dem Men­schen das Gewis­sen aberken­nen möch­ten. Denn das zählt in die­sem Fall.


  1. Selt­sa­mer­wei­se bean­spru­chen sie gen­au die­se, wenn es um Auf­trä­ge geht.