Das ist schon wirk­lich ent­wür­di­gend: Jetzt muss die chi­ne­si­sche Regie­rung und das dar­an ange­schlos­se­ne IOC die Fackel heim­lich durch San Fran­cis­co tra­gen (las­sen), damit sie nicht von „tibe­ti­schen Sepa­ra­tis­ten“ gestört werden.
Ich habe immer gedacht, dass ein Fackel­lauf als Sym­bol für die Völ­ker­ver­stän­di­gung und die eini­gen­de Idee des Sports (wun­der­ba­res PR, nicht?) stün­de. Zumin­dest der Fackel­lauf. Statt­des­sen wer­den die Läu­fer durch Spe­zi­al­ein­hei­ten der chi­ne­si­schen Volks­ar­mee abge­schirmt und die Rou­ten geän­dert wie bei einem Staats­be­such eines Diktators. 
Der PR-Sinn soll es sein, die Zuschau­er für Olym­pia zu begeis­tern, damit sie sich mög­lichst vie­le Arti­kel kau­fen und auch mal nach Chi­na fah­ren, um dort den Tou­ris­mus anzu­kur­beln (sag‘ jetzt bloß kei­ner, dass das ohne Olym­pia auch geht: weit gefehlt. Olym­pia ist DER Absatz­markt für eine krän­keln­de Volks­wirt­schaft). Wenn ich aber die Fackel und die Läu­fer vor den poten­zi­el­len Kun­den abschir­me, kann man das als PR-Desas­ter bezeich­nen. Begeis­te­rung kommt dann höchs­tens noch auf für die Orga­ni­sa­ti­on der Pro­tes­tie­ren­den — immer­hin gegen eine Welt­macht — die auch noch die Kame­ras auf ihrer Sei­te haben. Denn die ste­hen ja nun genau­so rum wie die Zuschau­er, denen der Fackel­lauf vor­ent­hal­ten wur­de. Und hal­ten ihre Kame­ras natür­lich auf die Pro­tes­tie­ren­den. Dan­ke H&K, das war ein Griff ins Klo für Euch. Freut mich.