laut Bericht der Süd­deut­schen vo heu­te hat sich die Staats­re­gie­rung hier­zu­lan­de kei­nen Plan B in der Schub­la­de gehal­ten, falls es mit dem Trans­ra­pid doch nicht klappt. So sehr ver­trau­te man also auf die Ami­gos in Ber­lin und in der Indus­trie, dass man sich gar nicht vor­stel­len konn­te, dass das kost­spie­li­ge Stoi­ber­ge­denk­bähn­chen in die Hose gehen könnte.
Nun ja, jetzt ist guter Rat teu­er. Aller­dings wun­dert mich, dass man immer davon aus­geht, dass mein eine Fahr­zeit von 20 Minu­ten bis zum Haupt­bahn­hof benö­ti­ge — bloß weil das die Trans­ra­pid-Pla­ner so auf dem Papier ste­hen hat­ten. Wel­che Anbin­dung hat­ten eigent­lich die FJS-Flug­ha­fen­bau­er im Sinn, als sie den Flug­ha­fen ent­ge­gen erns­ter Beden­ken ob sei­ner Ent­fer­nung ins Erdin­ger Moos setz­ten und qua­drat­ki­lo­me­ter­wei­se Natur­schutz­ge­biet unter den Bull­do­zer kam?
Ach, damals hat man über sowas auch schon nicht nachgedacht?
Könn­te es sein, dass man sich von einer win­di­gen Pla­nung zu nächs­ten han­gelt? Erst wer­den Fak­ten geschaf­fen und dann hofft man, dass der Schritt danach schon nicht so schlimm wird?
Sehen wir es doch mal so: dem Flug­ha­fen­be­nut­zer — der in fünf Jah­ren zah­len­mä­ßig wahr­schein­lich stark abneh­men wird, wenn das Flug­ben­zin nicht mehr so stark sub­ven­tio­niert wer­den kann — ist es eigent­lich schie­te­gal, ob er nun 25 Minu­ten, 35 Minu­ten oder 27 3/​4 Minu­ten braucht. Er muss es nur vor­her pla­nen können.
Denn als Anwoh­ner an der S-Bahn Stre­cke zum Flug­ha­fen kann ich ver­si­chern, dass es schon ein rie­si­ger Fort­schritt ist, wenn die S-Bahn über­haupt erst ein­mal pünkt­lich kommt. DAS ist ein Pro­blem. Denn das tut sie auf die­ser Stre­cke (S1) nicht, weil sie auf den sel­ben Glei­sen wie der Güter­ver­kehr und Per­so­nen­ver­kehr nach Nie­der­bay­ern fah­ren muss. Und bei der fast schon sprich­wört­li­chen UnPünkt­lich­keit der Bahn ist ein anzu­stre­ben­des Zeit­fens­ter von ±5 Minu­ten eine ech­te Herausforderung.