Jetzt hat der NRW-Minis­ter­prä­si­dent, Herr Rütt­gers, mal wie­der schnel­ler gere­det als er den­ken kann. Das ist solan­ge kein Pro­blem wie man in der poli­ti­schen Oppo­si­ti­on sitzt und Stim­mung machen muss. Den Wider­ruf kann man dann bei pas­sen­der Gele­gen­heit in den ange­schlos­se­nen Medi­en klein dru­cken las­sen.

Pein­li­cher ist es, wenn man einen Mul­ti des Sub­ven­ti­ons­be­trugs bezich­tigt, obwohl es weder Fak­ten noch Ermitt­lun­gen gibt — ja nicht ein­mal einen „hin­rei­chen­den Anfangs­ver­dacht“:

Im Gegen­satz zu der Minis­te­rin sieht die Bochu­mer Schwer­punkt-Staats­an­walt­schaft für Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät gegen­wär­tig „kei­nen hin­rei­chen­den Anfangs­ver­dacht“ auf einen Sub­ven­ti­ons­be­trug bei Nokia, wie deren Spre­cher, Ober­staats­an­walt Bernd Bie­ni­o­ßek, der SZ erklär­te. (süd­deut­sche online)

Das nen­ne ich ins Klo gegrif­fen. Hier wird bil­ligs­ter Popu­lis­mus auf Kos­ten der betro­ge­nen Ange­stell­ten und Zuar­bei­ter gemacht (von den selbst­stän­di­gen Redak­teu­ren redet sowie­so nie­mand). Erst Schu­len schlie­ßen, mit dem ein­ge­spar­ten Geld den Mul­tis den Arsch ver­gol­den wol­len und sich dann schrei­end auf den Markt­platz stel­len, wenn die abhau­en.
Ach Jür­gen, geh‘ im Sand­kas­ten spie­len.
[UPDATE] Soeben lese ich, dass die Staats­an­walt­schaft auf Anzei­ge hin doch ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet hat. Ob dabei aller­dings etwas her­aus­kommt, ist eine ganz ande­re Fra­ge…