Kal­ter Kaf­fee und von den Daten­schüt­zern schon lan­ge moniert: Die Rech­te­ver­wer­ter wol­len Zugriff auf die per­sön­li­chen Daten, um die Rech­ter­ver­let­zer am Kadi vor­bei abzu­grei­fen. Nach­dem auch im ver­gan­ge­nen Geschäfts­jahr der Ver­kauf an Musik­trä­gern einen Ein­bruch erlit­ten hat, und sich die Musik­in­dus­trie  — auch man­gels (Sach-)Verstand — nicht eine daten­trä­ger­lo­se Musik­dis­tri­bu­ti­on vor­stel­len kann, wol­len sie dem Schwund der Pfrün­de nicht taten­los zuse­hen.
Wenn es schon dem Staat erlaubt sein soll, die Inter­net­nut­zer her­aus­zu­fil­tern, die ihm suspekt vor­kom­men oder schrei­ben, dann wol­len das auch die Rech­te­ver­wer­ter. Dar­über haben sie sich schon mal beklagt:

Lei­der wird zur Abfra­ge der Adres­sen der jewei­li­gen Rech­te­ver­let­zer nach wie vor ein Umweg über die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den erfor­der­lich sein.“ (tagesschau.de, der Name der Ver­fas­ser des Zitats wird wahr­schein­lich aus Angst vor Repres­sa­li­en sei­tens der Betrof­fe­nen ver­schwie­gen)

Was mich aber über das extrem defi­zi­tä­re Rechts­ver­ständ­nis der Ver­fas­ser stol­pern lässt, ist das ein­lei­ten­de „Lei­der“. Lei­der gibt es eine Recht­spre­chung, an die sich auch die Ver­fas­ser hal­ten müs­sen. Aber wie ging das noch?
„Vor dem Gesetz sind Alle gleich, sagen die, die hin­ter dem Gesetz ste­hen.“