Ein kur­zer Ver­weis auf einen Aus­zug aus der Dis­kus­si­on um einen mög­li­chen Nach­fol­ger des „DRM“1, das „DRD“2. Jetzt ist DRD eigent­lich — soweit mein begrenz­tes Ver­ständ­nis — eigent­lich der Ver­such, den Miss­brauch des Kopier­schut­zes aus der tech­no­lo­gi­schen Ecke, wo er auf­grund der mit­wach­sen­den Ent­schlüs­se­lungs­pro­gram­me zum Schei­tern ver­ur­teilt ist, in die juris­ti­sche zu schie­ben.
Statt zu ver­su­chen, von vor­ne her­ein die Benut­zung der Daten (Musik, Pro­gram­me) ein­zu­schrän­ken3, wird die wei­te­re Ver­wen­dung über­wacht. Das erin­nert mich aber doch sehr an einen Prin­zi­pi­en­wech­sel4: weg von 1984, hin zur schö­nen neu­en Welt.
Mar­kus hat dazu in netz­po­li­tik den ent­schei­den­den Satz her­aus­ge­pickt:

Am Ende wer­den auch die Ver­fech­ter einer DRM-gestütz­ten Kon­trol­le des Kon­sum­ver­hal­tens sich sel­ber fra­gen müs­sen, wel­che lang­fris­ti­gen Erfolgs­aus­sich­ten eine Tech­no­lo­gie haben kann, die der­art ein­sei­tig auf Geheim­hal­tung, Miss­trau­en und Bevor­mun­dung der Nut­zer setzt wie DRM es tut, und dadurch grund­le­gen­de Ableh­nung in wei­ten Tei­len ihrer Ziel­grup­pe her­vor­ruft.

Das Ori­gi­nal des Tex­tes fin­det sich übri­gens hier.


  1. Digi­tal Rights Manage­ment, also eigent­lich der Ver­wal­tung der Urhe­ber­rech­te sei­tens der Musik-, Soft­ware- und Film­in­dus­trie, meist aber im Sin­ne von „Digi­tal Restric­tion Manage­ment“, also der Ein­schrän­kung der Nut­zer­rech­te gese­hen. 

  2. Digi­tal Rights Descrip­ti­on, einer Art Eti­ket­tie­rung, die die jewei­li­gen Nut­zungs­rech­te den Daten anhängt. 

  3. ein leben­des Bei­spiel ist der Akti­vie­rungs­me­cha­nis­mus aktu­el­ler Pro­gram­me 

  4. Ach­tung, Iro­nie!