Man kann ja über Micro­soft schimp­fen, wie man möch­te – eine rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung des Mark­tes haben sie laut Golem jeden­falls:

Ste­phan Brecht­mann, der bei Micro­soft Deutsch­land für den Bereich „Enter­tain­ment & Devices“ zustän­dig ist, sag­te der FTD, dass der hie­si­ge MP3-Play­er-Markt einer der schwie­rigs­ten der Welt sei und die deut­schen Käu­fer nur ein gerin­ges Mar­ken­be­wusst­sein hät­ten – die meis­ten Play­er wür­den für unter 100,- Euro ver­kauft.

Zune in drei Farben: weiß, schwarz und innovativ-braun (ächz)Ob es nun kor­rekt ist, den Deut­schen schon mal vor­ab eine Bil­lig­hei­mer-Men­ta­li­tät zu unter­stel­len, steht auf einem ande­ren Blatt1 .
Das Pro­blem ist aber, dass sie mit dem Zune kei­nen High-End-Markt bedie­nen kön­nen. Ers­tens sitzt da der iPod in vol­ler Brei­te drin und zwei­tens hat der Zune wohl auch kon­zep­tio­nell nicht das Poten­zi­al, einen Käu­fer mit geho­be­nen Ansprü­chen anzu­spre­chen. Mit ande­ren Wor­t­en: Der Zune spielt in einer klei­ne­ren Liga, und die ist auf dem deut­schen Markt schon dicht.
Glück­li­cher­wei­se haben sie ja in Red­mond noch die „Kne­bel­ver­trä­ge“ mit den Kis­ten­schie­bern und genug Bares in der Tasche. Nur mit dem Ein­stieg in einen neu­en Geschäfts­be­reich wird das irgend­wie nix. Aber sind wir mal froh, dass sie wenigs­tens das Zah­len­pro­blem in Excel in den Griff bekom­men haben.


  1. ich wür­de da auch nicht ein­mal wider­spre­chen, obwohl die­se Fest­stel­lung doch sehr undif­fe­ren­ziert ist, wie man täg­li­ch auf Mün­chens Stra­ßen sehen kann …