Die meis­ten Com­pu­ter­be­nut­zer ver­wen­den ihren Rech­ner nicht aus­schließ­lich dazu, an einer ein­zi­gen Datei her­um zu schrei­ben oder zu -malen, son­dern auch, Infor­ma­tio­nen zu bestimm­ten The­men zu sam­meln, zu ord­nen und zu archi­vie­ren. Auf dem Mac ist das beson­ders ein­fach und effi­zi­ent.

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Das Pro­gramm ist Share­ware ($39,90) und als Uni­ver­sal Bina­ry sowohl auf PPC als auch Intel-Macs nativ. Die Mei­nun­gen über den Nutz­wert des Pro­gramms gehen stark aus­ein­an­der, vor allem, da die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten des Pro­gramms es schwer machen, eine pas­sen­de Nische zu fin­den, außer »PIM« (»Per­so­nal Infor­ma­ti­on Mana­ger«). Zahl­rei­che Funk­tio­nen wer­den auch durch das Mac OS bereits über­nom­men, so dass die her­vor­ste­chends­te Eigen­schaft die Ver­zah­nung der Funk­tio­nen ist.

Alter­na­ti­ven:

  • Devon­No­te. Das Pro­gramm inte­griert sich aller­dings nicht in die »Spotlight«-Technologie, so dass das Auf­fin­den der Infor­ma­tio­nen erheb­lich schwie­ri­ger ist.

Gehen wir mal von dem Sze­na­rio aus, Sie suchen für Ihre Ver­wandt­schaft einen neu­en Inter­net­pro­vi­der und wol­len in dem Ange­bots­di­ckicht die Über­sicht bewah­ren. Sie kön­nen sich jetzt mit der beliebt-berüch­tig­ten Soft­ware aus Red­mond her­um­schla­gen, Inter­net­sei­ten öff­nen, die Ergeb­nis­se in ein Doku­ment kopie­ren, sich über die kom­plett ande­re Umset­zung des Lay­outs ärgern, die Inhal­te, die im Flash-For­mat ange­bo­ten wer­den, igno­rie­ren, Links auf PDF-Doku­men­te ein­fü­gen, alles mit Schlag­wör­tern ver­se­hen und hof­fen, dass das Pro­gramm dabei nicht abstürzt – oder wie es bei der oben genann­ten Soft­ware auch manch­mal der Fall sein kann – auch nach dem Schlie­ßen des Doku­ments auch wie­der so geöff­net wer­den kann wie Sie es gespei­chert hat­ten.

(c) Chro­nos Inc.
Wenn Sie das jetzt Ihrer Ver­wandt­schaft schi­cken wol­len, müs­sen Sie die zutref­fen­den Stel­len her­aus­pi­cken, in ein neu­es Doku­ment ein­fü­gen, for­ma­tie­ren und schi­cken, damit der Emp­fän­ger sich da auch durch­fin­det.

Sie kön­nen sich das aber auch spa­ren: Neh­men Sie SOHO Notes. Gibt’s aber nur für den Mac. Dafür ist es eine wah­re Wun­der­waf­fe im all­täg­li­chen Datend­schun­gel:

Das Pro­gramm basiert auf einer Open­Ba­se-Daten­bank, die so ziem­lich alles schluckt, was man ihr vor­wirft. Legen Sie also einen Ord­ner (z.B. »Inter­net­pro­vi­der«) an und da hin­ein wer­fen Sie alle Infor­ma­tio­nen, die Sie zu den gefun­de­nen Pro­vi­dern fin­den kön­nen: E-Mails, PDFs, Bil­der, Vek­tor­gra­fi­ken, gan­ze Inter­net­sei­ten oder nur Aus­schnit­te oder nur die Lese­zei­chen, Word-Doku­men­te, eige­ne Noti­zen und Zeich­nun­gen. Fer­tig ist der Sack. Jetzt kön­nen Sie das gan­ze sor­tie­ren, mit­ein­an­der ver­lin­ken und die ein­zel­nen Schnip­sel farb­lich her­vor­he­ben. Legen Sie Unter­ord­ner an und sich­ten Sie das Gan­ze, ver­schie­ben Sie die Schnip­sel und löschen Sie nicht benö­tig­te Infos.

Falls Sie einen Begriff suchen, kön­nen Sie ihn auch über die sys­tem­wei­te »Spotlight«-Funktion fin­den oder über die pro­gramm­ei­ge­ne Suche. Legen Sie sich die Fund­stel­len über­sicht­lich neben­ein­an­der in Kar­tei­rei­tern (»Tabs«) zurecht. Und wenn Sie die pas­sen­den Infor­ma­tio­nen zusam­men haben, mar­kie­ren Sie die Ein­trä­ge und dru­cken Sie als PDF. Fer­tig. Oder Sie expor­tie­ren die Tex­te (mit Bil­dern) als RTF – ein­zeln oder gesam­melt. Oder sie hüb­schen sie ein wenig auf und kopie­ren sie in ein neu­es Doku­ment und for­ma­tie­ren ein wenig nach. Alle Links blei­ben dabei erhal­ten.

Jetzt ver­knüp­fen Sie die Infos noch mit dem Adress­buch des Sys­tems und Sie kön­nen jedem Ver­wand­ten sei­ne ihm zuge­dach­ten Infor­ma­tio­nen zuord­nen. Das ist schon fast der Ein­stieg in ein CRM, beson­ders wenn Sie die Zustel­lung der Infos mit dem ein­ge­bau­ten Alarm­sys­tem ver­bin­den. Oder aber sie rich­ten meh­re­re Benut­zer für ein klei­nes Netz­werk ein, damit alle Fami­li­en­mit­glie­der auf die Daten­bank zugrei­fen kön­nen – mit sepa­ra­ten Zugriffs­rech­ten, ver­steht sich.

Das ist aber nur der Anfang: Falls Sie blog­gen, kön­nen Sie kos­ten­lo­se Blog-Ser­ver (wie e-blog­ger) direkt anspre­chen und die Noti­zen als neue Ein­trä­ge hin­auf laden. Beson­ders cool aber fin­de ich zwei Eigen­schaf­ten:

  • Den inte­grier­ten Inter­net­brow­ser, der auf das Web­Kit des Betriebs­sys­tems zurück greift (und damit im Gegen­satz zum Inter­net Explo­rer und Fire­Fox auch den Aci­d2-Test besteht), mit dem man Inter­nest­sei­ten direkt auf­ru­fen ohne den Umweg über einen Brow­ser machen zu müs­sen (man kann die Sei­ten aber in ein »Web­ar­chiv« kon­ver­tie­ren, dann ist der Inhalt per »Spot­light« durch­such­bar.
  • Die Notiz­leis­te (»Dock­No­te«) am Bild­schirm­rand, die einen schnel­len Zugriff auf den Zwi­schen­spei­cher erlaubt. Was immer Sie kopie­ren, es bleibt dort erhal­ten, bis Sie es löschen. Ich ver­wen­de die­se Funk­ti­on häu­fig, um wie­der­keh­ren­de Tex­te oder Gra­fi­ken in ein Doku­ment ein­zu­fü­gen bzw. zwi­schen den Doku­men­ten zu kopie­ren. Dabei kön­nen Sie unter Umstän­den hun­der­te von Noti­zen sofort parat haben, indem Sie sie per »Kopie­ren« in die Abla­ge ver­frach­ten. Stel­len Sie sich vor, Sie über­ar­bei­ten 200 Doku­men­ta­ti­on und möch­ten die Über­schrif­ten kon­sis­tent hal­ten: Ent­we­der Sie mer­ken sich die 25 unter­schied­li­chen Über­schrif­ten – oder Sie kopie­ren die Pas­sen­de ein­fach ins Doku­ment.

Und abschlie­ßend kön­nen Sie die Daten­bank natür­lich auch sichern (Back­up), ent­we­der auf ein .mac-Kon­to oder als Datei. Beson­ders wenn sie weni­ger sen­si­ble Pass­wör­ter able­gen, ist das emp­feh­lens­wert …