Ich habe eine neue Rubrik: Lite­ra­tur. Auch im Hin­blick auf die meist unent­deck­ten Schät­ze der deut­schen Spra­che, die in diver­sen Schub­la­den schlum­mern, habe ich mich ent­schlos­sen, sie der Öffent­lich­keit vor­zu­stel­len.

Ich habe eine Bit­te:
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Den Anfang macht ein Kas­perl­thea­ter. Aber auf­ge­merkt: Kas­perl­thea­ter ist nicht nur etwas für Kin­der. Und wer Kin­der hat, weiß, dass Kin­der­ge­burts­ta­ge und ähn­li­che Fei­ern zu den anstren­gends­ten Tagen des Jah­res gehö­ren kön­nen.

Die­ses Stück jedoch, eine Adap­ti­on eines Klas­si­kers von R.L. Ste­ven­sons „The Bott­le Imp“, ist eine genia­le Umset­zung des Pro­sa­werks. Eigent­lich auch gar nicht zur Auf­füh­rung geeig­net, da sprach­lich für Kin­der nur schwer ver­ständ­lich, zeugt es vom Kön­nen, eine Geschich­te um Hab­gier, Treue und Angst in eine gebun­de­ne Spra­che zu gie­ßen. Natür­lich könn­te man das Stück – wie ursprüng­lich auch gesche­hen – für Kin­der ver­ein­fa­chen und aus der fes­ten sprach­li­che Form lösen, damit aber gin­ge der Reiz ver­lo­ren. Auch wenn es auf den ers­ten Blick nicht so scheint: die­se Geschich­te ist ein Mär­chen für Erwach­se­ne.

Worum es geht

Eine Fla­schen­teu­fel erfüllt dem Besit­zer alle Wün­sche gegen einen hohen Preis: sei­ne See­le nach dem Tod. So ist es nur ver­ständ­lich, dass alle Besit­zer, nach­dem sie sich ihre Wün­sche haben erfül­len las­sen, um ihr See­len­heil fürch­ten und ver­su­chen, die Fla­sche einem ande­ren anzu­dre­hen. Unglück­li­cher­wei­se dür­fen sie die Fla­sche jedoch nur unter dem Ein­kaufs­preis abge­ben.

Kas­perl hat das Spiel jedoch durch­schaut, soll aber den­noch dazu gebracht wer­den, die Fla­sche zu bekom­men, indem Gre­tel als Druck­mit­tel ein­ge­setzt wird. Ein per­fi­des Spiel um Gier und Treue beginnt …