Schon vie­le Sei­ten wur­den ver­öf­fent­licht zum The­ma „Tod­sün­den des Web­de­signs“. Meist dre­hen sich die Sün­den, derer sich die Desi­gner schul­dig machen, um ihre urei­gens­te Domä­ne: zu viel Design, zu viel Schnick­schnack, zu vie­le Gra­fi­ken, zu lan­ge Lade­zei­ten etc. etc.…

Klar, stimmt alles. Was aber ist denn mit den Nut­zern? Wer kennt die Nut­zer sei­ner Web­site so genau, dass er ihnen eine maß­ge­schnei­der­te Navi­ga­ti­on und Lade­zeit anbie­ten kann – egal, ob sie gera­de mit dem Lap­top übers Han­dy ein­ge­loggt sind oder mit dem Pen­ti­um VII-Rech­ner mit 30-Zoll Moni­tor und 100M­Bit-Back­bone?

Kei­ner. Der Nut­zer muss sich abhän­gig von den eige­nen Gege­ben­hei­ten im Inter­net genau­so an Spiel­re­geln gewöh­nen wie im rea­len Leben. Nach­fol­gend daher die grund­sätz­li­chen sie­ben Regeln für eine ange­neh­me­re Nut­zung.

  1. War­ten Sie, bis die Sei­te gela­den ist. Vie­le Sei­ten erschlie­ßen sich dem Betrach­ter erst dann, wenn alle Navi­ga­ti­ons­le­men­te und Bil­der gela­den sind. Auch wer­den meist erst dann die Links akti­viert.
  2. Sur­fen Sie nicht zu den Haupt­nut­zungsszei­ten. Sel­ber schuld, wenn der Auf­ruf län­ger dau­ert, denn zwi­schen 12:00 und 14:00 Mit­tags (Fir­men­nut­zer) bzw. 18:00 und 20:00 Abends (Pri­vat­sur­fer) sind die Lei­tun­gen über­las­tet.
  3. Mer­ken Sie sich Ihre bevor­zug­ten Sei­ten als Lese­zei­chen. Die Suche nach einer Sei­te über Such­ma­schi­nen oder nach dem Mot­to „So ähn­lich hieß der Link doch!“ ist sehr zeit­auf­wen­dig. Spei­chern Sie inter­es­san­te Sei­ten ruhig auf der Fest­plat­te. Dann benö­ti­gen Sie kei­nen Zugriff aufs Inter­net, um die Inhal­te mehr­mals zu lesen. Beden­ken Sie dabei jedoch, dass die Inhal­te sich in der Zwi­schen­zeit geän­dert haben könn­ten.
  4. Ver­zich­ten Sie auf Bil­der, wenn Sie kei­ne benö­ti­gen. Bil­der brau­chen die meis­ten Res­sour­cen bei der Über­tra­gung. Statt vom Desi­gner zu ver­lan­gen, auch auf eine 286er-Rübe mit 9600­bit Über­tra­gungs­leis­tung Rück­sicht zu neh­men, nur weil man der letz­te Benut­zer Deutsch­lands ist, der die­se Hard­ware noch besitzt, ver­bes­sern Sie durch den Bild­ver­zicht für sich die Über­tra­gung und hin­dern ande­re nicht am Genuss.
  5. Ach­ten Sie dar­auf – sofern es die Hard­ware zulässt – die neu­es­ten Brow­ser­ver­sio­nen zu benut­zen. Die­se Pro­gram­me sind kos­ten­los und meist wesent­lich bes­ser in der Benut­zung und Dar­stel­lung als ver­al­te­te Pro­gram­me.
  6. Nut­zen Sie Plug-Ins, wenn es Ihre Hard­ware zulässt. Der Ver­zicht auf die­se klei­nen Zusatz­in­stal­la­tio­nen macht Ihnen lang­fris­tig das Leben nur schwe­rer, da Sie sich damit viel­leicht auto­ma­tisch aus inter­es­san­ten Infor­ma­tio­nen aus­schlie­ßen.
  7. Ach­ten Sie immer und unbe­dingt dar­auf, wem Sie Ihre per­sön­li­chen Daten schi­cken. Auch die Daten, die meist zu sta­tis­ti­schen Zwe­cken auf Ihrem Rech­ner hin­ter­legt wer­den (Coo­kies), soll­ten Sie nur bei Bedarf akzep­tie­ren.