Das Pro­blem beginnt mit der Tat­sa­che, dass sich ver­schie­de­ne Schrift­sys­te­me nicht mit dem Zei­chen­satz­um­fang von 256 Zei­chen, der stan­dard­mä­ßig in Com­pu­tern ver­wen­det wird, dar­stel­len las­sen.

Es stellt sich die Fra­ge, war­um die moder­nen Com­pu­ter nicht kor­rekt mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren kön­nen, wenn es doch bereits tech­nisch mög­lich ist. 

Dies liegt wohl an der Fir­men­po­li­tik der betei­lig­ten Soft­ware­un­ter­neh­men, die eige­ne Stan­dards geschaf­fen haben. So sehr der Wett­be­werb dem Ver­brau­cher auch durch die Inno­va­ti­on genutzt hat, so hat er auch der Ver­ein­heit­li­chung gewis­ser Min­dest­stan­dards im Weg gestan­den.

Man­che Schrif­ten benö­ti­gen über 10.000 Zei­chen, um nur annä­hernd die Spra­che schrift­lich abzu­bil­den. Dabei ist es zwar kei­ne Schwie­rig­keit, alle Zei­chen gra­phisch umzu­set­zen, sie erfor­dern auf dem Com­pu­ter jedoch eine bestimm­te Kodie­rung. Auf­grund unein­heit­li­cher Kodie­run­gen über­schnei­den sich in den meis­ten Com­pu­ter­sy­te­men die Codes für ein Zei­chen einer Schrift mit den Zei­chen einer ande­ren. Davon sind zwar die ers­ten 128 Zei­chen (ANSI/​ASCII) weit­aus weni­ger betrof­fen, für die Les­bar­keit erge­ben sich den­noch Pro­ble­me. Umlau­te oder typo­gra­phi­sche Anfüh­rungs­zei­chen wer­den inkor­rekt inter­pre­tiert. Das Lesen wird erschwert oder unmög­lich.

Die Lösung Da es dem Com­pu­ter prin­zi­pi­ell gleich­gül­tig ist, wel­ches Zei­chen mit wel­cher Kodie­rung belegt wird, hat man sich bereits vor über 20 Jah­ren dazu ent­schlos­sen, den Zei­chen­satz­raum zu ver­grö­ßern. Dazu mul­ti­pli­zier­te man die Anzahl der Mög­lich­kei­ten (256) mit sich selbst: 65536 Codes. Lei­der jedoch sind die Zuwei­sun­gen der ein­zel­nen Kodie­run­gen noch nicht so weit fort­ge­schrit­ten, dass jede Soft­ware damit umge­hen kann. So exis­tiert die­ser „Uni­code“ immer noch par­al­lel zu den her­kömm­li­chen Kodie­run­gen der ein­zel­nen Län­der. Erst die neue­ren Brow­ser sind in der Lage, die Kodie­rung kor­rekt umzu­rech­nen und dar­zu­stel­len. Vor­aus­set­zung ist jedoch, dass die Zei­chen­sät­ze der jewei­li­gen Spra­che auf dem Com­pu­ter instal­liert sind, damit er sie kor­rekt zuord­net.

Außer­dem müs­sen auch die Pro­vi­der und die Ser­ver­soft­ware damit umge­hen kön­nen.

Das Pro­blem lässt sich natür­lich mit PDF leich­ter umge­hen, stellt aber kei­ne Lösung für HTML dar.